Land- und Forstwirtschaft: Acht von zehn Bäumen in Luxemburg sind beschädigt

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Land- und ForstwirtschaftAcht von zehn Bäumen in Luxemburg sind beschädigt

LUXEMBURG – Die Natur- und Waldverwaltung des Landes hat sich zum Zustand der Wälder im Großherzogtum geäußert. Die Zahlen geben Anlass zur Besorgnis.

Die meisten Bäume im Großherzogtum sind in schlechtem bis sehr schlechtem Zustand.

Die meisten Bäume im Großherzogtum sind in schlechtem bis sehr schlechtem Zustand.

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Den Bäume in Luxemburg geht es schlecht. Das hat der am heutigen Freitag vorgestellte Bericht der Natur- und Waldverwaltung ergeben. Konnte 2021 – nach drei viel zu heißen und trocknen Jahren – noch eine Erholung absehbar sein, erwies sich das laufende Jahr für die Wälder als katastrophal.

Der Zustand der Bäume verschlechterte sich nach dem bereits sehr heißen Sommer zusehends und die bereits vorher angeschlagenen Bäume stehen nun noch übler da. Insgesamt weisen nur 15,4 Prozent der luxemburgischen Wälder keine Schäden auf, 22,9 Prozent sind laut Bericht leicht beschädigt. Somit bleibt eine große Mehrheit von 61,7 Prozent, die eindeutig oder stark beschädigt (häufig kurz vor Absterben) oder sogar bereits tot sind.

Umweltministerin Joëlle Welfring (Déi Gréng) schlug bereits im Sommer Alarm. Wie L'essentiel berichtete, leiden die Wälder des Müllerthals unter starkem Borkenkäferbefall. Die jetzige Bilanz, die sechs Forstexperten nach einer Analyse von Stichproben aus 1200 Bäumen im ganzen Land ziehen, fällt jedoch noch düsterer aus. Die Studie, die letztes Jahr durchgeführt worden war, hatte einen Anteil von 51,3 Prozent stark beschädigter Bäume ergeben. Selbst das stellte einen extremen Gegensatz zu früher dar: 1984 wurde die erste Studie dieser Art durchgeführt. Damals waren 3,5 Prozent der Bäume stark beschädigt. Und 79,1 Prozent waren bei voller Gesundheit.

(jw )

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