Bundeswehr – Achtung, hier kommt die Pannen-Armee

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BundeswehrAchtung, hier kommt die Pannen-Armee

Die Transporter kaputt, die Schutzwesten marode, die Nachtsichtgeräte Mangelware. Die Bundeswehr kann nicht einmal Hilfsgüter in den Irak liefern.

Hoffentlich kommt jetzt keine Kugel: die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen mit einer Bundeswehr-Schutzweste.

Hoffentlich kommt jetzt keine Kugel: die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen mit einer Bundeswehr-Schutzweste.

DPA

Die deutsche Regierung hat sich bereit erklärt, Waffen an die kurdischen Kämpfer im Nordirak zu senden. Das haben Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen in Berlin mitgeteilt. Waffenlieferungen in ein Krisengebiet - das ist in Deutschland sehr umstritten. Quer durch die Bundestagsfraktionen gibt es Gegner und Befürworter dieser Idee. Bis jetzt hat die Bundesregierung nur zugesagt, dass sie militärische Ausrüstung in den Nordirak senden werde. Doch schon dabei gibt es große Probleme:

Denn unter anderem sind 35 der 58 Unimogs, die in das Krisengebiet geschickt werden sollen, sind nicht einsatzbereit. Das geht aus einem vertraulichen Papier des deutschen Bundesverteidigungsministeriums hervor, dass der Bild vorliegt. Die Fahrzeuge erst einmal instand gesetzt werden, bevor sie an die kurdischen Kämpfer in den Irak geliefert werden.

Schutzwesten sind brüchig

Noch ärger steht es um die Schutzwesten, die in das Kampfgebiet gesendet werden sollen - die funktionieren nämlich gar nicht. «Die zur Verfügung stehenden Westen sind veraltet und die Schutzplatten im Innern sind brüchig geworden», heißt es in den Bericht an den Bundeswehr-Generalinspekteur Volker Wieker. «Sie bieten keinen Schutz.»

Auch mit den Nachtsichtgeräten, die Deutschen in den Nordirak schicken wollen, gibt es Probleme. Die Geräte sind bei der Bundeswehr Mangelware, geht aus dem Bericht hervor. Lediglich 680 sind derzeit verfügbar. 400 weitere könnten jedoch in drei Wochen besorgt werden.

Helme sind lieferbar

Immerhin: Einige Ausrüstungsteile kann die Deutsche Armee dennoch in das Krisengebiet schicken: Helme, Funkgeräte und Metall-Detektoren sind problemlos lieferbar.

(sen/dpa/L'essentiel)

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