In Luxemburg – ADEM kennt nur ein Drittel der Job-Angebote

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In LuxemburgADEM kennt nur ein Drittel der Job-Angebote

LUXEMBURG - Der Großteil der vakanten Stellenangebote bleibt der ADEM verborgen. Der Arbeitgeber-Service könnte Abhilfe schaffen.

ADEM hat 2014 über 28.000 Stellenanzeigen veröffentlicht. Foto: Editpress/Alain Rischard

ADEM hat 2014 über 28.000 Stellenanzeigen veröffentlicht. Foto: Editpress/Alain Rischard

Nach Angaben der Beobachtungsstelle der ADEM gehen der Luxemburger Agentur für Arbeit gut 70 Prozent der Job-Angebote durch die Lappen. Eine Lage, die ADEM-Direktorin Isabelle Schlesser als «beunruhigend» empfindet. Doch es wird besser. Seit Ende 2013 arbeitet der Arbeitgeber-Service enger mit Unternehmen zusammen, um Stellenangebote besser zu erfassen.

Das hat zumindest einige Früchte getragen: Im Jahr 2014 haben 5500 Unternehmen der Agentur für Arbeit Jobs gemeldet, 2013 waren es nur 5000. Von diesen Unternehmen hatten 2000 der ADEM in den vergangenen drei Jahren keine offenen Stellen gemeldet. Noch bezeichnender: 2014 sind der ADEM 28.000 Arbeitsplätze mitgeteilt worden. 5000 mehr als 2013. Ermutigende Daten, «die auch aus einer verbesserten Konjunktur resultieren», erklärt Isabelle Schlesser.

Mangel an Qualifikationen?

Doch es ist klar, dass die Zahl der Job-Angebote, die der ADEM in Branchen für gering Qualifizierte mitgeteilt werden, viel zu gering ist. «Dazu gehören Bau, Industrie und Handel. Der Finanzsektor teilt uns die meisten Angebote mit. Aber die bei der ADEM gemeldeten Menschen haben bei weitem nicht alle erforderlichen Qualifikationen», sagt die Direktorin.

Schlesser startet einen Anruf an die Unternehmen: «Viele klagten, dass ihnen zu viele Bewerber geschickt werden. Der Arbeitgeber-Service ermöglicht es uns nun, Bewerber auszuwählen, die der Beschreibung genauer entsprechen. Nun ist es an ihnen, zu Vorstellungsgesprächen einzuladen.»

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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