Nach Facebook-Debatte – ADR-Mann Joe Thein droht der Parteiausschluss

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Nach Facebook-DebatteADR-Mann Joe Thein droht der Parteiausschluss

LUXEMBURG - Ein Facebook-Post von ADR-Politiker Fernand Kartheiser hat einen Shitstorm ausgelöst, der nun Parteimitglied Joe Thein zum Verhängnis werden könnte.

Wird Joe Thein aus der ADR ausgeschlossen?

Wird Joe Thein aus der ADR ausgeschlossen?

Editpress/Herve Montaigu

Dieser Fall sorgt für heftige Diskussionen in Luxemburg – und könnte für einen Politiker ernsthafte Konsequenzen haben. Nachdem ADR-Politiker Fernand Kartheiser einen Artikel zu der Kritik der polnischen Botschaft an Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn auf Facebook gepostet hat, wurden darunter zahlreiche Hasskommentare geschrieben.

Der Gipfel war ein Kommentar, bei dem jemand dem Außenminister den Tod wünscht. «Den muss och mol mat engem décapotablen Auto durch Dallas gefouert ginn», stand dort zu lesen. Eine nicht zu übersehende Anspielung auf die Ermordung des ehemaligen US-Präsidenten John F. Kennedy. Dieser Post wurde von ADR-Mann Joe Thein geliked – und brachte dem Petinger Gemeinderat wiederum viel Kritik ein.

ADR distanziert sich

Am Mittwochabend traf sich die Partei zu einer Sitzung und verschickte anschließend eine Pressemitteilung. Darin distanziert man sich klar von den Äußerungen des Mannes unter dem Post von Kartheiser, der inzwischen auch gelöscht wurde. Doch für Thein könnte es ein Nachspiel geben. «Als Partei sind wir nicht bereit, Mitglieder zu unterstützen, die eindeutig die Grenze der politischen Auseinandersetzung überschreiten und extremistische Aussagen machen oder unterstützen. Solche Leute müssen mit parteiinternen Konsequenzen rechnen», heißt es in der Mitteilung.

Laut Radio 100,7 soll das ADR-Nationalkomitee am 9. März eine Entscheidung treffen.

(L'essentiel)

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