Rechtskonservative Partei – AfD im Saarland stimmt über IQ-Test für Mitglieder ab

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Rechtskonservative ParteiAfD im Saarland stimmt über IQ-Test für Mitglieder ab

SAARBRÜCKEN – Künftig sollen Bürger, die der Partei beitreten wollen, nachweisen, dass sie auch etwas im Köpfchen haben. Ein Mitglied fordert deshalb einen Intelligenztest.

Die AfD-Delegierte stimmen demnächst über einen ungewöhnlichen Antrag ab.

Die AfD-Delegierte stimmen demnächst über einen ungewöhnlichen Antrag ab.

DPA/Oliver Dietze

Die Delegierten der rechtskonservativen Afd stimmen am kommenden Sonntag über einen sonderbaren Antrag ab. Eines der Mitglieder der Partei, Hans-Joachim Klein, will erreichen, dass künftig keine Bürger in die AfD aufgenommen werden, die nicht clever genug sind.

Wie Klein im Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung sagte, habe die Wahl der Delegierten im Kreisverband Saarbrücken gezeigt, dass einige Mitglieder «unfähig sind zu erkennen, welche Aufgaben ein Delegierter verantwortlich zu erfüllen hat». Hinter dem Antrag steckt ein Konflikt zwischen dem Antragsteller Klein und dem AfD-Landesvorsitzenden Josef Dörr. Kleins Vorwurf: Dörr habe gezielt Mitglieder in die Partei geholt, damit diese bei der Delegiertenwahl in seinem Sinne abstimmten. «Er hat das so gesteuert, dass er immer die Mehrheit hatte», sagte Klein am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Dörr streitet das ab: «Das ist völlig aus der Luft gegriffen, was der Herr Klein hier sagt.»

Der Vorsitzende der Saar-AfD weiter: «Ich weiß noch nicht, ob ich seinen Antrag ernst nehmen soll.» Allerdings habe er als ehemaliger Direktor einer Sonderschule Erfahrungen mit IQ-Tests, da er in seiner Laufbahn mindestens 500 durchgeführt habe.

(sw/L'essentiel)

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