Frauen im Ring – Afghanistans Frauen boxen sich durch

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Frauen im RingAfghanistans Frauen boxen sich durch

In Afghanistan arbeiten zwölf junge Frauen fleißig an ihrer Boxkarriere. Sie haben nur ein Ziel: die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2016 in Brasilien.

Sie haben nicht viel mehr in ihrem Leben als das Boxen. Im Boxkeller des Kabul-Stadions in Afghanistan trainieren zwölf junge Boxerinnen mit viel Schweiß und Ehrgeiz. Sie alle wollen in zwei Jahren an den Olympischen Spielen in Brasilien teilnehmen können. Viele der Boxerinnen sind gerade mal 18 Jahre alt. Beim Sparring tragen sie keinen Kopfschutz, sondern ein Kopftuch.

Bis vor Kurzem wurden die Sportlerinnen noch von Nichtregierungsorganisationen mit 100 Dollar pro Monat unterstützt. Insgesamt konnten sich so 25 Boxerinnen das Training leisten.

Nur noch 12 Kämpferinnen

Doch diese Unterstützung bleibt nun aus. Das afghanische olympische Komitee hat die Führung der Sportler übernommen und das Budget massiv gekürzt. Lediglich Boxhandschuhe und Transportkosten werden den Frauen noch entrichtet. Das hat zur Folge, dass nur noch 12 Frauen im Boxkeller trainieren.

Das Training besteht neben dem Sparring aus Partnerübungen, Arbeiten am Sandsack, Seilspringen und Kraftübungen.

(L'essentiel/bat)

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