Blutbad bei Chicago: Aiden (2) verlor bei Schießerei beide Eltern – «wo sind Mama und Papa?»

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Blutbad bei ChicagoAiden (2) verlor bei Schießerei beide Eltern – «wo sind Mama und Papa?»

Die tödlichen Schüsse bei einer Parade zum Nationalfeiertag in einem Vorort von Chicago haben den zwei Jahre alten Aiden zum Vollwaisen gemacht. Nun werden Spenden für den Kleinen gesammelt.

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Aiden verlor bei der Schießerei bei einer Parade am 4. Juli beide Elternteile.

Aiden verlor bei der Schießerei bei einer Parade am 4. Juli beide Elternteile.

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Seine Mutter Irina und sein Vater Kevin McCarthy sind tot.

Seine Mutter Irina und sein Vater Kevin McCarthy sind tot.

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Im Netz wird nun zu Spenden für das Waisenkind aufgerufen.

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Der zweijährige Aiden McCarthy wurde kurz nach der Schießerei in Highland Park, einem Vorort von Chicago, blutüberströmt aufgefunden. Der Bub lag auf der Straße – seine Mutter Irina und sein Vater Kevin McCarthy waren erschossen worden. Insgesamt wurden am Montag bei der feierlichen Straßenparade sieben Menschen im Kugelhagel des 21 Jahre alten Schützen getötet.

Wie der US-Sender «ABC News» berichtet, sei Aiden im Chaos nach den Schüssen von seinen Eltern getrennt worden. Die 38-jährige Lauren Silva und ihr Freund wollten kurz vor der Schießerei ein Café betreten. «Gerade als wir dabei waren, die Tür zu öffnen, um die Treppe hinaufzugehen, hörten wir (mehrere Schüsse).» Silva und ihr Partner rannten wieder hinaus.

«Wann kommen Mama und Papa zurück?»

Das Paar entdeckte Familie McCarthy. «Mein Freund reichte mir den kleinen Buben und sagte, er habe unter seinem Vater gelegen, dem ins Bein geschossen worden war», erzählt Silva dem Portal «Daily Beast». Passanten und Passantinnen versuchten, die Blutung beim 37-jährigen Kevin McCarthy zu stoppen, Silva nahm den Bub zu sich und flüchtete in eine Garage. 

Dort reinigte sie Aidens Schürfwunden. Der Kleine trug nur einen Schuh, seine Socke war blutverschmiert. «Er fragte immer wieder, ob Mama und Papa bald zurückkommen würden», erzählt die Frau. 

Zwei Millionen Dollar für Aiden

Nach einigen Minuten verließ Silva allein das Parkhaus, um nachzusehen, wie es Aidens Vater ging. Eine weitere Familie, die sich mit ihr in der Garage verschanzt hatte, brachte den Kleinen ins Spital, dieses alarmierte kurz darauf die Polizei. Mit der Unterstützung von Social-Media-Kanälen konnten schließlich Aidens Grosseltern, Misha und Nina Levberg, ausfindig gemacht werden.

Im Netz wird nun zu Spenden für das Waisenkind aufgerufen. «Aiden braucht mehr von unserer Hilfe» schreibt Nutzerin Irina Colon. Der Bub stehe «vor der unvorstellbaren Situation, ohne seine Eltern aufzuwachsen.» Auf einer GoFundMe-Seite kamen bereits über zwei Millionen Dollar zusammen. 

Mittlerweile hat Staatsanwalt des Bezirks Lake County, Eric Rinehart, den mutmaßlichen Todesschützen Robert C. wegen Mordes in sieben Fällen angeklagt. Rinehart kündigte an, die Staatsanwaltschaft werde am Mittwoch bei Gericht beantragen, dass der Verdächtige in Untersuchungshaft genommen wird – ohne die Möglichkeit, gegen Kaution bis zu einem Urteil auf freien Fuß zu kommen. 

(L'essentiel/Karin Leuthold)

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