Größter Passagierjet – Air France-A380 hebt zum allerletzten Mal ab
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Größter PassagierjetAir France-A380 hebt zum allerletzten Mal ab

Die französische Fluggesellschaft schickt ihre gerade mal elf Jahre alten Superjumbos in Rente. Eigentlich wollte man sich erst 2022 von den Doppeldeckern trennen.

ARCHIV - 12.04.2017, Sachsen, Dresden: Ein Airbus A380 der franz�sischen Fluggesellschaft Air France f�hrt auf dem Flughafen �ber das Rollfeld. Die angeschlagene Fluggesellschaft Air France-KLM stellt wegen der Corona-Krise den Betrieb seiner A380-Flotte ein. Die Flotte sei derzeit am Boden und werde nicht wieder fliegen, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Mittwoch, den 20.05.2020. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

ARCHIV - 12.04.2017, Sachsen, Dresden: Ein Airbus A380 der franz�sischen Fluggesellschaft Air France f�hrt auf dem Flughafen �ber das Rollfeld. Die angeschlagene Fluggesellschaft Air France-KLM stellt wegen der Corona-Krise den Betrieb seiner A380-Flotte ein. Die Flotte sei derzeit am Boden und werde nicht wieder fliegen, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Mittwoch, den 20.05.2020. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Sebastian Kahnert

Die Corona-Krise hat die gesamte Luftfahrt-Branche schwer getroffen. Vor allem für große Langstrecken-Jets könnte die Pandemie aber auch langfristig das Aus bedeuten. Bereits zu Beginn der Krise hatte Air France den Betrieb seiner kompletten A380-Flotte eingestellt, im Mai folgte die Bestätigung, dass das größte Passagierflugzeug der Welt in Air France-Farben nicht wieder abheben werde. Am heutigen Freitag startet nun der letzte A380 der Fluggesellschaft, bevor auch er in Rente geschickt wird, wie das Unternehmen auf Twitter mitteilte.

Die Ausmusterung des Doppeldeckers war ursprünglich für 2022 vorgesehen. Air France-KLM hat insgesamt neun A380-Jets in ihrer Flotte, einige davon sind im Besitz der Airline, andere geleast, hieß es in einer Mitteilung. Keiner davon ist älter als elf Jahre. Airbus hatte bereits Anfang 2019 das Ende der Produktion des A380 mangels Nachfrage verkündet. Die Großflugzeuge sollen durch Flugzeuge der neuen Generation ersetzt werden – darunter der Airbus-Jet vom Typ A350 und der Boeing-Langsteckenjet 787. Die Ausmusterung diene dazu, die Flotte mit moderneren, leistungsfähigeren Flugzeugen mit deutlich verringerter Umweltbelastung wettbewerbsfähiger zu machen.

Die Auswirkungen der Ausmusterung des Airbus A380 würden auf 500 Millionen Euro geschätzt und im zweiten Quartal 2020 als langfristige Kosten und Aufwendungen verbucht.

(dm/L'essentiel/dpa)

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