G20-Gipfel – Aktivisten wollen Elbphilharmonie stürmen
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G20-GipfelAktivisten wollen Elbphilharmonie stürmen

Begleitet von einem riesigen Polizeiaufgebot und zehntausenden Demonstranten beginnt der G20-Gipfel in Hamburg. Alles dazu im Ticker.

16.57 Uhr

Auf dem Wasser vor der Elbphilarmonie haben Demonstranten die schwimmende Barriere übersprungen und versuchen dorthin zu schwimmen.

16.51 Uhr

An den Landungsbrücken kommen jetzt Wasserwerfer zum Einsatz.

16.43 Uhr

An den Landungsbrücken werden Gegenstände auf die Schienen geworfen. Es kommt zu Störungen im U-Bahn-Verkehr, meldet die Polizei Hamburg.

16.35 Uhr

Der Zugang zur Hafencity ist komplett abgeriegelt. Tausende Demonstranten sind derzeit in Richtung Elbphilarmonie unterwegs.

16.22 Uhr

Erstmals haben sich US-Präsident Donald Trump und der russische Staatschef Wladimir Putin zu einem Gespräch getroffen. Die beiden Präsidenten kamen am Rande des G20-Gipfels in Hamburg zusammen.

Trumps Verhalten gegenüber Russland wird von Teilen der US-Öffentlichkeit mit großem Misstrauen beobachtet. Hintergrund ist die Affäre um mutmaßlich russische Cyberangriffe im US-Wahlkampf zugunsten des heutigen Präsidenten und um dubiose Kontakte von Mitarbeitern des Trump-Wahlkampfteams nach Moskau.

Zuletzt hatte der US-Präsident allerdings einen scharfen Ton gegenüber Moskau angeschlagen. Bei einem Besuch in Polen warf Trump der russischen Regierung am Donnerstag «destabilisierendes» Verhalten vor.

16.06 Uhr

US-Präsident Donald Trump will die Mauer an der Grenze zu Mexiko weiterhin von dem südlichen Nachbarland bezahlen lassen. Das machte Trump am Freitag deutlich, als er am Rande des G20-Gipfels in Hamburg mit dem mexikanischen Staatschef Enrique Peña Nieto zu einem Gespräch zusammenkam.

Auf die Frage einer Journalistin, ob er immer noch wolle, dass Mexiko die Kosten für die Mauer trägt, antwortete Trump: «Absolut.»

Peña Nieto sagte, das Treffen mit Trump werde den Dialog der beiden Länder «für die Sicherheit beider Staaten und insbesondere für unsere Grenzen» stärken. Migration sei ein Thema, das beide Länder beschäftige.

15.46 Uhr

Jetzt hat die Polizei auch auf Höhe der Elbphilharmonie die Nordelbe mit einer Bojenkette komplett für den Schiffsverkehr gesperrt.

15.42 Uhr

Offenbar besteht zum Thema Fake-News und Satire Aufklärungsbedarf.

Falls es jemand noch nicht bemerkt haben soll, ist «Der Postillon» eine Satire-Website. Das meldet die Hamburger Polizei auf ihren Twitter-Account. Und stellt klar: Die Meldung «Zur Deeskalation: Hamburger Polizei fährt Atomrakete auf» ist ein Hoax.

15.35 Uhr

Krawalle auf den Strassen, (scheinbar) gute Laune im Konferenzsaal

Gastgeberin Angela Merkel rief die G20-Teilnehmer zu Kompromissbereitschaft auf, eine Einigung um jeden Preis soll es aber nicht geben: «Es ist so, dass wir natürlich auch Unterschiede durchaus benennen können», sagte die Kanzlerin.

Zu einer offenen Kluft zwischen den G20-Teilnehmern könnte es insbesondere bei den Themen Klimaschutz und Handel kommen. Hintergrund ist die Politik von US-Präsident Donald Trump, der den Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen beschlossen hat. Auch beim Thema Welthandel setzt Trump getreu seinem Motto «Amerika zuerst» auf Protektionismus. «Ich werde unser Land gut vertreten und für seine Interessen kämpfen», kündigte er über Twitter an.

15.22 Uhr

Auch Greenpeace macht bei den Protesten mit.

15.16 Uhr

Es geht auch friedlich. So protestiert «Gongmeister» Jens Zygar am G-20.

14.59 Uhr

Die Polizei hat in Richtung Elbphilharmonie die Hochwassertore geschlossen.

Am Millerntorplatz stehen einige tausend Demonstranten. Ihr Ziel: Die Elbphilarmonie, wo am Abend ein gemeinsames Konzert und Abendessen mit den Staatschefs und ihren Ehepartnern stattfinden.

14.53 Uhr

In der Hamburger Innenstadt ist es still geworden.

14.47 Uhr

Parteiübergreifend sorgen die Vorfälle in Hamburg für Empörung. Nun fordern Politiker ein scharfes Vorgehen gegen die Gewalttäter: «Diejenigen, die Straftaten begehen unter dem Deckmantel des Demonstrationsrechts, die gehören nicht auf die Straße, sondern die gehören vor ein Gericht», sagte Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) beim Treffen der EU-Justizminister in Estland.

Auch Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) verurteilte die Ausschreitungen. «Ich kann die Kritik an den G20-Treffen gut verstehen und teile vieles davon.» In demokratischen Ländern müsse es aber «möglich sein, dass sich Staats- und Regierungschefs aus aller Welt treffen, um miteinander zu reden», sagte er der «Passauer Neuen Presse».

Der CDU-Innenexperte Armin Schuster forderte in der «Welt» eine stärkere finanzielle Haftung der Täter. «Ich halte hohe Geldstrafen für Sach- und Personenschäden für absolut notwendig.»

Die Linken machten indes die Polizei für die Eskalation verantwortlich. «Der gestrige Polizeieinsatz hat die Lage eskaliert», erklärte Linken-Chefin Katja Kipping. «Offenkundig hat die Polizeiführung alles getan, um jene Bilder zu erzeugen, mit denen sie im Vorhinein ihren martialischen Einsatz und die maßlose Einschränkung des Demonstrationsrechtes bis hin zum Schlafverbot gerechtfertigt hat.»

«Diese Gewalt muss sofort ein Ende haben - es kann und darf nicht sein, dass Menschen in unserer Stadt Angst haben, aus dem Haus zu gehen», erklärten die Grünen. Gleichzeitig forderten sie, den Polizeieinsatz detailliert aufzuarbeiten. «Dazu müsse auch die Frage der Verhältnismässigkeit des Einsatzes gehören.»

14.39 Uhr

Die Polizei befreit auf dem Kiez eine gestoppte G20-Kolonne.

14.09 Uhr

Na, das ist doch mal ein Handschlag. Donald Trump und Wladimir Putin trafen im Rahmen des G20-Gipfels zusammen. Nach dem Händeschütteln wechselten die beiden einige Worte miteinander.

Die Verhandlungen mit Putin sind das erste persönliche Treffen der beiden seit Trumps Amtsantritt im Januar. Beobachter sind gespannt, ob Trump Putin wegen der von US-Geheimdiensten festgestellten Einmischung Russlands in die US-Wahl im vergangenen Jahr zur Rede stellen wird. Weitere Themen dürften der Bürgerkrieg in Syrien, die Lage im Osten der Ukraine und der Kampf gegen den Terrorismus sein.

13.59 Uhr

«Drinnen vs. Draussen», schreibt Twitterer Stefan Eilts.

13.48 Uhr

«Wir werden Wasser gegen Sie einsetzen», droht die Polizei in der Neustadt in Hamburg.

13.38 Uhr

Das Partnerprogramm für die Eheleute beim G20-Gipfel in Hamburg wird angesichts der angespannten Sicherheitslage geändert. Nach dpa-Informationen soll ein bisher geplanter Termin im Klimarechenzentrum nun durch Vorträge der Experten im Hotel Atlantik ersetzt werden.

13.45 Uhr

13.27 Uhr

Angela Merkel eröffnet jetzt offiziell die Beratungen.

13.23 Uhr

Mehrere Polizisten wurden bei den Krawallen von Donnerstagabend durch Schleudergeschosse verletzt.

13.15 Uhr

Angela Merkel spricht mit Journalisten. «Ist sehr schlimm alles?», fragt sie.

13.10 Uhr

Während sich die Ehefrauen und -männer der Staatschefs zum Partnerprogramm treffen, lässt Melania Trump grüssen:

13 Uhr

Die Zahl der bei den gewaltsamen G20-Protesten in Hamburg verletzten Polizisten ist auf 159 gestiegen. Die Einsatzkräfte nahmen bislang 45 Menschen fest, zwölf weitere kamen in Gewahrsam.

12.44 Uhr
Die Ehefrau von US-Präsident Donald Trump ist von Demonstranten an der Teilnahme am Partnerprogramm des G20-Gipfels gehindert worden. «Wir haben von der Polizei bisher keine Sicherheitsfreigabe zum Verlassen des Gästehauses», sagte eine Sprecherin von Melania Trump der Deutschen Presse-Agentur.

12.31 Uhr
Während die Gipfel-Teilnehmer tagen, kommt es in Hamburg überall weiter zu Verkehrsstörungen und Demonstrationen. Die Hamburger Polizei berichtet auf Twitter fortlaufend über ihre Einsätze.

12.11 Uhr

Beim Eintreffen aller Staatsgäste am G20-Gipfel haben sich US-Präsident Donald Trump und der russische Präsident Wladimir Putin zum ersten Mal persönlich getroffen. Wie der NDR schreibt, gab es zwischen beiden einen ersten Handschlag. Doch erst am Nachmittag treffen sich Putin und Trump zum persönlichen Gespräch.

11.32 Uhr

Um möglichst schnell weitere Einsatzkräfte zu mobilisieren, hat die Hamburger Polizei nach «Spiegel»-Informationen in einem Blitz-Fernschreiben um 8.47 Uhr alle Bundesländer um Unterstützung gebeten (siehe auch Eintrag vom 10.44 Uhr). Es komme «zu einer Vielzahl von Straftaten und Gefahren für Leib und Leben», zitiert «Spiegel online» aus dem Schreiben.

10.35 Uhr
Die Krawalle stehen im Vordergrund der medialen Berichterstattung über den G20-Gipfel, doch worum geht es überhaupt inhaltlich? Als erstes Thema steht der Kampf gegen den Terrorismus auf der Tagesordnung. Auch die Flüchtlingskrise ist Gesprächsthema. Dazu ging EU-Ratspräsident Donald Tusk mit der Minimalanforderung an die G20 in die Verhandlungen, die Schlepper «rücksichtslos» zu bekämpfen. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sagte, für ihn sei es wesentlich, dass «in Sachen Afrika» die G-20 zu verbindlichen Beschlüssen kommt.

Auch die strittigen Themen Klimaschutz und Welthandel stehen auf der Traktandenliste. Bei diesen Themen nimmt vor allem US-Präsident Donald Trump eine abweichende Haltung ein.

10.15 Uhr
Jetzt um zehn Uhr soll die offizielle Begrüßung der Gipfelteilnehmer beginnen - doch wegen der Demonstrationen verzögert sich die Anreise einiger Staatschefs. Laut «Spiegel online» sind einige Fahrzeugkolonnen aufgehalten worden, weil Aktivisten mehrere Kreuzungen in der Innenstadt blockieren.

10.03 Uhr
Inzwischen hat sich US-Präsident Donald Trump auf Twitter zu seinem gestrigen Treffen mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel geäußert. Sein Fazit: «Großartiges Treffen». Zudem freue er sich auf sein Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, so Trump in einem zweiten Tweet.

9.51 Uhr
Am Schwanenwik an der Alster eskalierte die Lage gegen 9.30 Uhr: Dort hat die Polizei Wasserwerfer eingesetzt, weil Demonstranten sich weigerten, die Fahrbahn zu räumen.

9.02 Uhr
In Altona hat sich die Lage gemäß Bundespolizei beruhigt. Derweil halten Aktivisten unweit von Donald Trumps Unterkunft eine Sitzblockade ab und in Richtung Hafen ist eine Gruppe Demonstranten unterwegs, die die Logistik dort durch verschiedene Aktionen lahmlegen will.

8.48 Uhr
Besonders im Stadtteil Altona scheint die Lage angespannt: Dort brennen nicht nur Autos und Streifenwagen der Polizei, offenbar wurde auch das Revier der Bundespolizei angegriffen und es werden Molotow-Cocktails geworfen. Am Altonaer Rathaus wurden alle Fensterscheiben eingeschlagen, berichtet die «Hamburger Morgenpost» (Mopo). Derweil formieren sich in mehreren Vierteln weitere Protestzüge. Laut Mopo ist eine Kundgebung unterwegs zum Hamburger Hafen, der dann blockiert werden soll. Auch am Michel, einer Kirche und eines der Hamburger Wahrzeichen, kam es bereits am Morgen zu verbalen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizisten.

8.37 Uhr
Bereits am Morgen formiert sich neuer Protest auf Hamburgs Straßen: Wie «Spiegel online» berichtet, liefen Aktivisten mit Polizisten Richtung Innenstadt um die Wette. An einer Brücke nahe der Unterkunft von Donald Trump kam es gegen halb acht zu einer Sitzblockade. Im Stadtteil Altona brannten am Morgen bereits mehrere Autos, wie die Polizei mitteilte.

8.30 Uhr
Die mit Spannung erwartete Unterredung zwischen Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am Freitag soll ausgerechnet dann stattfinden, wenn in großer G20-Runde über den Klimaschutz beraten wird. Trump will aus dem Pariser Klimaschutzabkommen aussteigen. Damit ist eine – wie sonst üblich – einmütig verabschiedete Gipfelerklärung fraglich. Das Treffen zwischen den beiden Politikern ist auf Freitagnachmittag, 15.45 Uhr, angesetzt

8.15 Uhr
Der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio ist gestern zu den G20-Protesten nach Hamburg gereist. Der als unerbittlicher Kritiker von US-Präsident Donald Trump bekannte de Blasio kündigte seine Absicht zur Teilnahme an einer Demonstration in Hamburg in einer Erklärung an. Er wolle an einer Reihe von Veranstaltungen am Rande des G20-Gipfels teilnehmen, darunter die Demonstration «Hamburg zeigt Haltung» am Samstag.

8 Uhr
Trotz der Krawalle: Eigentlich startet der G20-Gipfel erst heute. Die Staats- und Regierungschef fahren morgens an den Hamburger Messehallen vor. Gegen Mittag wird das traditionelle Gruppenfoto geschossen und danach begrüßt die deutsche Kanzlerin Angela Merkel offiziell ihre Gäste. Nach den politischen Gesprächen dürfen sich die Gipfel-Teilnehmer dann auf ein Konzert in der Elbphilharmonie freuen, danach steht ein Arbeitsessen an.

07.45 Uhr
Der Beginn des G20-Gipfels in Hamburg wurde durch gewaltsame Proteste überschattet: Dutzende Polizisten und linksgerichtete Demonstranten wurden am Donnerstagabend in Hamburg verletzt, nachdem etwa 12.000 Menschen an dem Protestmarsch «Welcome to Hell» (Willkommen in der Hölle) gegen den G20-Gipfel teilgenommen hatten. Erst nach Mitternacht beruhigte sich die Lage.

Die Polizei wurde nach eigenen Angaben mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern sowie mit Latten angegriffen. Sie hatte den am Fischmarkt in der Nähe der Reeperbahn gestarteten Aufmarsch am frühen Abend nach wenigen Metern mit Polizeiketten gestoppt und rund 1000 vermummte Autonome aufgefordert, ihre Maskierungen abzulegen. Als die Einsatzkräfte versuchten, diesen «Schwarzen Block» vom Rest der Kundgebung zu trennen, eskalierte die Lage. Die Polizei setzte Wasserwerfer sowie Pfefferspray ein.

Danach zogen verschiedene Gruppen von Linksautonomen durch St. Pauli und Altona, setzten Barrikaden und Autos in Brand und attackierten immer wieder Beamte, wie die Polizei mitteilte.

Vertreter des linksradikalen Protestspektrums sprachen auf Twitter dagegen von «Polizeiterror». Sprecher Georg Ismael erklärte, die Polizei habe die Demonstranten angegriffen.

(L'essentiel)

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