Bienensterben – «Aktuelle Zahlen werden ganz anders aussehen»

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Bienensterben«Aktuelle Zahlen werden ganz anders aussehen»

LUXEMBURG - Der Ausschluss des Landesverbands für Bienenzucht bei der Vorstellung einer Kampagne gegen das Bienensterben sorgt für Unmut bei den Imker-Vertretern.

Nachdem Greenpeace Luxembourg und die Stiftung «natur & ëmwelt» am Dienstag ihre Öffentlichkeitskampagne zum Bienensterben in Luxemburg vorgestellt hatten, meldet sich am Mittwoch der Landesverband für Bienenzucht zu Wort. Der Verein zeigt sich unzufrieden, dass die Veranstaltung ohne die Beteiligung des Verbands organisiert worden sei. «Wir verstehen nicht die Beweggründe der beiden Organisationen (Greenpeace und Natur&Emwelt), die Bienenzüchter als Hauptbetroffene nicht in eine solche Pressekonferenz mit einzubinden», monierte die Vereinigung.

Dabei stellt der Landesverband in der Pressemitteilung fest, dass die vorgestellten Zahlen zu den dramatischen Verlusten bei den Bienenvölkern «der Realität vom letzten Jahr entsprechen». Greenpeace Luxembourg und die Stiftung «natur & ëmwelt» hatten in der Pressekonferenz bekanntgegeben, dass die Anzahl der Bienenvölker im Großherzogtum zwischen Herbst 2010 und Frühjahr 2013 um mehr als 40 Prozent gesunken sei.

Große Anstrengungen, um die Zahl der Bienenvölker zu ersetzen

«Die aktuellen Zahlen werden dank der Anstrengungen des Luxemburger Landesverbandes für Bienenzucht und aller Imker voraussichtlich aber ganz anders aussehen als letztes Jahr», versichert die Imker-Vereinigung. Der Luxemburger Landesverband für Bienenzucht habe im vergangenen Jahr große Anstrengungen unternommen, um die Zahl der in Luxemburg ansässigen Bienenvölker zu erhöhen, hieß es weiter.

Offizielle und verlässliche Zahlen für dieses Jahr kann der Landesverband jedoch auch nicht präsentieren. Grund: «Die jährliche Erhebung durch die Veterinärverwaltung hat gerade begonnen, und erste konkrete Resultate werden im Juni erwartet. Wir sind zuversichtlich.»

(if/L'essentiel)

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