Missglücktes Marketing – Aldi lässt Kunden texten – und bekommt «Durchfall»

Publiziert

Missglücktes MarketingAldi lässt Kunden texten – und bekommt «Durchfall»

Aldi Australien fordert die Kunden auf, eine Wortlücke zu füllen. Doch die Antworten fallen alles andere als seriös aus.

Die Marketing-Strategie ging in die Hose.

Die Marketing-Strategie ging in die Hose.

Jean-christophe Bott

Mit dem Satz «Ich wurde ein Fan von Aldi, als ich ... das erste Mal probiert habe» wird der Konsument aufgefordert, die Lücke mit einem Wort zu füllen. Dass der Großhändler mit diesem Aufruf möglicherweise eine Plattform für zum Teil lustige, aber auch unanständige Antworten bietet, war irgendwie voraussehbar.

«Durchfall», «deine Mutter» oder ein «Penis-Band al dente» sind laut «News» noch die harmloseren Reaktionen, die die australische Niederlassung auf ihren Post bekam. «Wie wäre es mit: Als ich Social Media das erste Mal ausprobiert habe?», meint ein anderer Kunde. Oder: «So salzig schmeckt schlechtes Marketing.» Einige Antworten müssen weit unter die Gürtellinie gegangen sein – der Supermarkt hat den Aufruf wieder gelöscht.

Fettnäpfchen Marketing-Strategie

Doch frühere Beispiele zeigen: Die Aldi-Leute sind nicht die Ersten, die in das Fettnäpfchen der beliebten Marketing-Strategie treten. Ein Taxiunternehmen kreierte vor einiger Zeit den Hashtag #yourtaxis – bis die Leute anfingen, die Taxifahrer und die Dienstleistung zu kritisieren.

Auch die Sängerin Susan Boyle musste am eigenen Leib erfahren, was es heißt, wenn man Marketing falsch einsetzt. Mit dem #Hashtag #susanalbumparty wollte Boyle eigentlich ihr neues Album promoten. Die User sahen aber bloß das Wort «analbumparty».

(L'essentiel/nab)

Deine Meinung