Luxemburg – Aldi will sich Bedürfnissen der Region anpassen
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LuxemburgAldi will sich Bedürfnissen der Region anpassen

LUXEMBURG – Der Einzelhändler hält zwar an seiner Discounter-DNA fest, integriert aber immer mehr großherzogliche Marken in sein Sortiment.

Aldi hält zwar an seiner Discounter-DNA fest, hat aber auch großherzogliche Marken wie Panelux, Cobolux oder Moulins de Kleinbettingen  eingeführt.

Aldi hält zwar an seiner Discounter-DNA fest, hat aber auch großherzogliche Marken wie Panelux, Cobolux oder Moulins de Kleinbettingen eingeführt.

Dreißig Jahre und ein neuer Slogan. Aldi Luxemburg hat das Jahr mit einem erneuerten Leitmotiv begonnen, das immer mehr auf den «intelligenten Einkauf in Bezug auf Preis und Qualität» ausgerichtet ist, wie Pierre-Alexandre Rocour, Managing Director, erklärt. Der deutsche Einzelhändler, der derzeit landesweit 17 Geschäfte mit 180 Mitarbeitern betreibt, hat eine Entwicklung eingeleitet, «um den Wünschen der Kunden Rechnung zu tragen und den Bedürfnissen der Region gerecht zu werden».

Die Filiale in Düdelingen, die 1991 als erste im Land eröffnet wurde, hat mit einer neuen Anordnung, die nach und nach auch an den anderen Standorten umgesetzt wird, den Weg gewiesen: Obst und Gemüse, frisches Fleisch und Fisch sind nun direkt am Eingang zugänglich. Der Schwerpunkt liegt auf Frische, und das Angebot an Salaten, Fertiggerichten und Getränken wurde erweitert. Die Bäckereiabteilung wurde in die Mitte des ersten Gangs verlegt.

230 Produkte des Sortiments sind luxemburgischen Ursprungs

Ein weiteres Ziel des Unternehmens ist es, sich stärker im Land zu verwurzeln: Das Personal werde in der Sprache geschult, um die Kunden auf Luxemburgisch zu empfangen und zu beraten. Aldi hält zwar an seiner Discounter-DNA fest, hat aber auch großherzogliche Marken eingeführt, deren Image nicht in dieser Weise ausgerichtet ist, wie Panelux, Cobolux oder Moulins de Kleinbettingen. Etwa 230 Produkte aus einem Sortiment von 1700 Artikeln sind luxemburgischen Ursprungs. Auch portugiesische Gerichte finden zunehmend ihren Weg in die Regale.

In seiner Entwicklungsstrategie setzt Aldi Luxemburg nicht auf Neueröffnungen um jeden Preis, sondern auf gezielte Standorte. «Die Idee ist, dass ein Einwohner eine Verkaufsstelle etwa 15 Minuten von seinem Haus entfernt haben kann», erklärt Pierre-Alexandre Rocour.

Ein 18. Geschäft ist noch vor diesem Sommer in Beggen, im Norden von Luxemburg-Stadt, angekündigt. Es gibt noch Möglichkeiten im Süden der Hauptstadt oder an der deutschen Grenze, so der Geschäftsführer, der mit «etwa 20» weiteren Filialen in den nächsten fünf Jahren rechnet.

(Mathieu Vacon/L'essentiel)

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