Standort Düdelingen – «Alle ArcelorMittal-Arbeiter werden übernommen»

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Standort Düdelingen«Alle ArcelorMittal-Arbeiter werden übernommen»

DÜDELINGEN – Die Übernahme des ArcelorMittal-Werks in Düdelingen nimmt Formen an. Der Käufer versicherte am Freitag Luxemburger Ministern seine guten Absichten.

Jay Hambro, Chief Investment Officer der GFG Alliance, hat sich am Freitagnachmittag mit Wirtschaftsminister Étienne Schneider, Arbeitsminister Nicolas Schmit und dem Düdelinger Bürgermeister Dan Biancalana getroffen, um ihnen seine Strategie zum Erwerb des ArcelorMittal-Standorts in Düdelingen zu präsentieren. Anfang November hatte sich der Stahlriese mit der Investmentgruppe auf den Verkauf des Standorts Düdelingen geeinigt. «Wir kommen, um zu bleiben», versicherte Hambro den Luxemburgern. «Wir sind in Kontinentaleuropa zwar nicht sonderlich bekannt, aber wir sind kein Investmentfonds, sondern eine echte Industriegruppe, die im Bereich Stahl, Aluminium und Metallrecycling tätig ist», erklärte er hinterher im Gespräch mit L’essentiel.

Des Weiteren räumte er die Gerüchte aus dem Weg, die britische Liberty House Group würde notleidende Unternehmen zu niedrigen Preisen kaufen, um sie dann weiterzuverkaufen. «Seit 1992 haben wir mehrere Dutzend Akquisitionen getätigt, aber keine davon wurde weiterverkauft. Und auch wenn wir gelegentlich Unternehmen, die in finanzieller Notlage waren, gekauft haben, ist dies mit dem Werk in Düdelingen nicht der Fall», erklärte Hambro weiter.

«In den nächsten drei Jahren werden wir sieben Millionen Euro in die Modifikation des Produkts investieren, das derzeit ein Arcelor-Label ist, um ein eigenes zu schaffen, und zwar absolut nicht auf Kosten der Qualität», so der CIO. Weitere 500.000 Euro seien für die Verbesserung der Sicherheit, sowie für die Standort- und Mitarbeitersicherheit vorgesehen. Auch die Gewerkschaften habe man beruhigen können: «300 Menschen arbeiten an dem Standort, und wir werden alle behalten.» Die endgültige Übernahme des Standorts wird voraussichtlich im ersten Quartal 2019 erfolgen.

(Gaël Padiou/L'essentiel)

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