US-Vorwahlen – Alle sind bereit für den «Super Tuesday»

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US-VorwahlenAlle sind bereit für den «Super Tuesday»

Dieser Dienstag könnte die Vorentscheidung bringen: Republikaner und Demokraten küren in jeweils elf Staaten ihren Präsidentschaftskandidaten.

Seit Wochen dreht sich bei den Amerikanern alles um den «Super Tuesday». Denn: Sowohl bei den Republikanern als auch bei den Demokraten könnte bei den Vorwahlen am heutigen Dienstag eine Vorentscheidung fallen. Das Wichtigste im Überblick:

Wo gewählt wird

Beide Parteien halten Vorwahlen in den Bundesstaaten Alabama, Arkansas, Georgia, Maßachusetts, Minnesota, Oklahoma, Tennessee, Texas, Vermont und Virginia ab. Die Republikaner bitten zudem in Alaska zur Wahl, die Demokraten in Colorado und im Außengebiet Amerikanisch-Samoa.

Auch in Luxemburg können die US-Bürger ihre Stimme abgeben.

Sie treten an

Bei den Republikanern gehen fünf Bewerber ins Rennen, doch fast alle reden nur von einem: Donald Trump. Der New Yorker liegt klar in Führung. Seine Rivalen sind die Senatoren Ted Cruz und Marco Rubio, Ohios Gouverneur John Kasich und der pensionierte Neurochirurg Ben Carson.

Bei den Demokraten führt Ex-Außenministerin Hillary Clinton laut Umfragen in den meisten Vorwahlstaaten des «Super Tuesday». Ihr einziger Widersacher Bernie Sanders braucht schon eine Überraschung und Siege, um weiterhin gute Aussichten auf die Nominierung zu haben.

Das steht auf dem Spiel

Bislang kämpften die Präsidentschaftsanwärter jeweils nur um einen Bruchteil der Delegiertenstimmen, die sie für eine Nominierung auf den Parteitagen im Sommer brauchen. Jetzt stehen bei den Republikanern auf einen Schlag 595 Stimmen auf dem Spiel – fast die Hälfte der für eine Nominierung erforderlichen 1237. Bei den Demokraten geht es um 865 Delegierte – immerhin gut ein Drittel der nötigen 2383 Mandate.

So viele Delegierte haben die Kandidaten schon

Bei den Republikanern führt Trump mit 82 Delegierten, Cruz hat 17, Rubio 16, Kasich 6 und Carson vier.

Bei den Demokraten führt Clinton mit 544 Delegierten vor Sanders mit 85. Hier sind auch die Angaben der sogenannten Superdelegierten berücksichtigt. Das sind Parteifunktionäre, die selbst entscheiden können, wen sie beim Nominierungsparteitag unterstützen.

So geht es nach dem «Super Tuesday» weiter

So viele Delegiertenstimmen am Dienstag auch vergeben werden, für die Nominierung reichen sie nicht. Das liegt auch daran, dass sie entsprechend dem Stimmenanteil auf die Kandidaten verteilt werden. Das bedeutet: Auch wer knapp verliert, kann fast so viele Delegiertenstimmen einfahren wie der Sieger.

Bei den Republikanern gilt ab Mitte März in einer Reihe von Vorwahlstaaten die Regel «The winner takes it all». Demnach bekommt der Sieger alle Delegiertenstimmen des jeweiligen Staates zugesprochen, selbst wenn er nur einen halben Prozentpunkt oder noch weniger Vorsprung vor dem Zweiten hatte. Der wichtigste dieser Staaten ist Rubios Heimat Florida, wo es 99 Delegierte zu holen gibt.

(L'essentiel/kmo)

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