Centre Hospitalier du Nord: «Alle sind ungeduldig und bereit, am 1. Juni wieder zu entbinden»
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Centre Hospitalier du Nord«Alle sind ungeduldig und bereit, am 1. Juni wieder zu entbinden»

ETTELBRÜCK – Bald kann am Centre Hospitalier du Nord wieder entbunden werden. Die Teams stehen mit Vorfreude in den Startlöchern, wie Paul Wirtgen, Direktor des CHdN im Interview berichtet.

von
Marion Chevrier
Paul Wirtgen meint, das Konzept des ChdN könnte ein dauerhaftes sein.

Paul Wirtgen meint, das Konzept des ChdN könnte ein dauerhaftes sein.

Julien Garroy/Editpress

L'essentiel: Die Entbindungsstation, die Anfang April geschlossen worden ist, öffnet am 1. Juni wieder. Ist das eine Erleichterung?

Paul Wirtgen, Direktor des Centre Hospitalier du Nord: Natürlich ist es eine Erleichterung, aber es war auch viel Arbeit, schon seit angekündigt wurde, dass die Entbindungsstation schließt. Ärzte, Führungskräfte und auch Informatiker haben sich sowohl im CHdN als auch im CHL dafür eingesetzt, schnelle Lösungen zu finden.

Um ein Konzept zu erarbeiten, das es wieder ermöglicht, Entbindungen durchzuführen…

Dieses Konzept sieht insbesondere vor, dass die Teams des CHdN, die in den technischen Maßnahmen geschult sind, eine Teleexpertise eines Neonatologen des CHL in Anspruch nehmen können, wenn eine Entbindung dies erfordert. Dieser entscheidet dann, ob vor Ort behandelt wird oder ob das Neugeborene in die Hauptstadt verlegt werden muss. Aus diesem Grund wurde das Konzept auch mit dem CGDIS ausgearbeitet, der in einem solchen Fall den Transport des Säuglings durchführt, um maximale Sicherheit zu gewährleisten.

Ist dieses Konzept von Dauer oder nur ein Mittel, um die Geburten schnell wieder in Gang zu bringen?

Wir glauben, dass es ein dauerhaftes Konzept sein kann, weil es auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruht: In anderen Ländern, in denen die Entfernungen viel größer sind als zwischen dem CHdN und dem CHL, hat sich das System bewährt. Wenn die Zahl verfügbarer Kinderärzte in der Region morgen steigt, können wir das Konzept überdenken. Mir scheint aber, dass es bestehen bleiben könnte, weil nicht auszuschließen ist, dass auch die eingesetzten Kinderärzte diese Rückendeckung bei der Entscheidungsfindung benötigen.

Wie ist die Stimmung unter den Mitarbeitern der Entbindungsstation?

Die Mitarbeiter freuen sich natürlich, dass sie die werdenden Mütter wieder bis zum letzten Schritt der Geburt begleiten können. Sie waren schon immer für die Betreuung während der Schwangerschaft zuständig, nur die eigentliche Entbindung sollte im CHL stattfinden. Hebammen Ärzte, Kinderkrankenschwestern, Krankenschwestern – Alle sind ungeduldig und bereit, die Frauen am 1. Juni wieder zu entbinden.

Wann genau genau geht es am 1. Juni wieder los – 6 Uhr, 8 Uhr…?

Wir haben keinen genauen Zeitplan festgelegt, weil es in der Geburtshilfe etwas schwierig ist, aber es ist klar, dass eine Frau, die am Abend des 30. Mai ihre ersten Wehen verspürt, ruhig am Ende der Nacht ins CHdN kommen kann. Wir hatten auf jeden Fall auch während der vorübergehenden Schließung immer ein Team, das sich um Frauen kümmern konnte, die kurz vor der Entbindung standen.

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