68. Filmfestspiele – Alles Cannes, nichts muss

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68. FilmfestspieleAlles Cannes, nichts muss

LUXEMBURG - Zu den Favoriten zählt die Luxemburger Koproduktion bei den Filmfestspielen in Cannes nicht. Trotzdem könnte der Film eine Preis gewinnen.

Die französische Schauspielerin Catherine Deneuve spielt eine Hauptrolle im Film aus Luxemburg und Belgien.

Die französische Schauspielerin Catherine Deneuve spielt eine Hauptrolle im Film aus Luxemburg und Belgien.

DPA/Franck Robichon

Die 68. Internationalen Filmfestspiele Cannes beginnen an diesem Mittwoch (19 Uhr) mit einem französischen Sozialdrama. Catherine Deneuve spielt in «La tête haute» («Standing Tall») eine Richterin, die einem jungen Kleinkriminellen helfen möchte. Regie führte Emmanuelle Bercot. Es ist das erste Mal seit mehr als 25 Jahren, dass das Festival mit dem Film einer Regisseurin startet.

Zu der Premiere an der südfranzösischen Côte d’Azur werden am Abend auch die Mitglieder der Jury erwartet, darunter die Schauspieler Sophie Marceau, Jake Gyllenhaal und Sienna Miller. Jury-Präsidenten sind in diesem Jahr die Regie-Brüder Ethan und Joel Coen («Inside Llewyn Davis»). Auch ein Jurymitglied aus Luxemburg ist in Cannes dabei.

Koproduktion aus Luxemburg

Im Wettbewerb konkurrieren 19 Filme um die Goldene Palme. Dazu gehören unter anderem Werke von Nanni Moretti, Paolo Sorrentino, Jacques Audiard und Gus Van Sant. Die internationale Jury vergibt die Preise am 24. Mai. Blicke aus Luxemburg ruhen vor allem auf dem Film «Le tout nouveau testament» von Benoît Poelvoorde und Deneuve (siehe Video unten). Der Film ist in der Kategorie «Quinzaine des réalisateurs» nominiert und streitet damit nicht um die Palme.

Bereits zum dritten Mal ist eine luxemburgische Produktion in Cannes vertreten. Parallel präsentiert sich der Film Fund Luxemburg mit 20 Unternehmen aus dem Großherzogtum in einem Pavillon in der französischen Kulturmetropole. Insgesamt werden über 12.000 Filmschaffende in Cannes erwartet. Aus dem Großherzogtum besuchen Prinz Felix und Kulturministerin Maggy Nagel die Filmfestspiele, um sich den Streifen aus Luxemburg und Belgien anzusehen.

Der Eröffnungsfilm «Standing Tall» hat derweil keine Chancen auf die Goldene Palme - er läuft außer Konkurrenz. Dort zeigt etwa auch Woody Allen sein Werk «Irrational Man». Außerdem sollen eine animierte Verfilmung des Klassikers «Der kleine Prinz» sowie eine Dokumentation «Amy» über die früh gestorbene Sängerin Amy Winehouse vorgestellt werden. Die Oscargewinnerin Natalie Portman («Black Swan») wird in einer Sondervorstellung ihr Spielfilm-Regiedebüt «A Tale of Love and Darkness» präsentieren.

(Fatima Rougi/dpa/L'essentiel)

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