Berufswahl: «Als Kind wollte ich Polizist werden»

Publiziert

Berufswahl«Als Kind wollte ich Polizist werden»

RAMBRUCH – Nach seinem Schulabschluss wandte sich Sam Mille aktiv dem landwirtschaftlichen Familienbetrieb zu.

Séverine Goffin
von
Séverine Goffin
Die Familie Mille hat 70 Kühe und produziert deren Futter selbst.

Die Familie Mille hat 70 Kühe und produziert deren Futter selbst.

Vincent Lescaut

Sam Mille (21) wollte nicht immer Bauer werden. Als Kind dachte er, wie viele seiner Freunde eher an einen typischen Beruf wie Polizist oder ähnliches. «Als ich etwa zehn Jahre alt war, hat mein Vater mich gebeten, ein wenig auf dem Hof mitzuhelfen. So kam ich dann auf den Geschmack.»

Seit dem Ende seiner Schullaufbahn im Jahr 2020 arbeitet Sam in der landwirtschaftlichen Unternehmen seiner Familie mit. Der Betrieb in Rambruch ist auf Milchkühe spezialisiert. Wie viele Landwirte hat Sam das «Lycée technique agricole d'Ettelbruck» besucht. «Ich hätte mich fürs ‹Diplôme d'aptitude professionelle› (DAP) einschreiben können. Aber ich zog es vor, ein ‹Diplôme de technicien› (DT) zu absolvieren, denn darin ist ein wenig mehr Mathe enthalten», verrät er. Vieles lerne man jedoch erst durch die praktische Erfahrung. «Man muss wissen, wie man Kulturen züchtet, sich um Tiere kümmert, die Buchhaltung macht, Maschinen wartet usw. Im Sommer ist man auf den Feldern und im Winter hat man Zeit, um beispielsweise im Betrieb umzubauen», so Sam.

Und natürlich entwickelt sich der Beruf weiter. Sein Urgroßvater habe noch Zugpferde besessen. Heute könne sogar der Traktor autonom fahren. Das Gleiche gilt fürs Melken, das man früher ebenfalls mit der Hand machte. «Heute erledigt das ein Roboter», so der junge Landwirt.

Deine Meinung

0 Kommentare