Madonna – Alt und bewährt - zensiert und gehypt

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MadonnaAlt und bewährt - zensiert und gehypt

Auch nach 30 Jahren funktioniert das älteste Rezept der Queen of Pop noch: Man nehme etwas nackte Haut, breche ein Tabu – schon hat man einen Skandal und Aufmerksamkeit.

Seit die Bilder zu ihrer Musik laufen gelernt haben, bedient sich Madonna eines einfachen Tricks: Sie verlässt sich auf die Spießigkeit der amerikanischen Sittenwächter. Frau Ciccone weiß, wie der Hase läuft: Eine Portion nackte Tatsachen hier, ein paar anstößige Andeutungen da – fertig ist ein Filmchen, das garantiert Aufmerksamkeit erregt. Was mit «Like A Virgin» und unsittlichen Szenen in einer Kirche begann, wurde mit den Videos zu «Vogue» und «Erotica» erfolgreich weitergeführt.

Männerbrüste und kräftige Muskeln

Weil Madge Traditionen hochhält, greift sie auch im Video zu ihrer neuen Single «Girl Gone Wild» auf den altbewährten Trick zurück. In dem Video ist jede Menge nackte Haut zu sehen - allerdings nicht wie üblich von Frauen. Stattdessen tanzen Männer in Strumpfhosen um die 53-Jährige herum. Einmal ist ein nackter Po zu sehen. Ansonsten beschränkt sich Madonna auf sorgfältig enthaarte Männerbrüste und kräftige Muskeln im Schattenspiel.

Von YouTube zensiert

Frivole Nackedeis und angedeutete Homoerotik sind YouTube aber ein Dorn im Auge: Der Schwarz-Weiß-Clip ist auf der Internet-Plattform nur für Volljährige sichtbar. Schließlich wird in dem Kurzfilm auch noch geraucht – quel horreur! Madonnas Trick 17 hat ihr damit einmal mehr die gewünschte Aufmerksamkeit eingebracht. Weil wir Ihnen die ach-so-schlüpfrigen Szenen aber nicht vorenthalten wollen, können Sie sie im obigen Video sehen.

(L'essentiel Online/sei)

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