Neues Verkehrskonzept – Alzettetal soll vom Transit-Verkehr entlastet werden

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Neues VerkehrskonzeptAlzettetal soll vom Transit-Verkehr entlastet werden

HELMDINGEN – Nachhaltigkeitsminister François Bausch sprach bei einer gut besuchten Informationsveranstaltung über das neue Verkehrskonzept für das Alzettetal.

Die Zukunft des CR123 ruft bei den Anwohnern im Alzettetal gemischte Reaktionen hervor.

Die Zukunft des CR123 ruft bei den Anwohnern im Alzettetal gemischte Reaktionen hervor.

L'essentiel/Jérôme Wiss

«Wir brauchen ein Umdenken bei der Wahl unserer Verkehrsmittel», sagte Nachhaltigkeitsminister François Bausch am Montagabend vor 400 Besuchern einer Diskussionsveranstaltung in Helmdingen. Diesen Mentalitätswandel möchte er bald auch im Alzettetal umsetzen – und zwar mit einem neuen Mobilitätskonzept.

«Wir müssen erreichen, dass das Alzettetal immer uninteressanter für den Transitverkehr wird», betonte der Minister. Um das Tal zwischen Walferdingen und Mersch zu entlasten, soll der Verkehr künftig über die A7 ausweichen, die im nächsten Jahr fertiggestellt sein soll. Das Ministerium sieht außerdem Änderungen auf der Nebenstraße CR123 vor, die zwölf Kilometer lang parallel zur N7 verläuft. So könnte der CR123 zwischen Prettingen und Hünsdorf für den motorisierten Verkehr gesperrt bleiben, allerdings sollen Ausnahmen für Anwohner, Busse und Radfahrer geschaffen werden.

Zwischen Steinsel und Hünsdorf wäre die Strecke aber nur in eine Richtung befahrbar. Ampeln und Kreisverkehre könnten wiederum die N7 für Autofahrer verlangsamen und sie verleiten, auf die Nordstrooss auszuweichen. Vor allem da bestimmte Kommunen, entlang des «Chemin repris», dazu ermutigt wurden, 30er-Zonen einzuführen. In Bezug auf die sanfte Mobilität könnte die Buslinie 102 von Hünsdorf nach Mersch verlängert werden. Darüber hinaus könnten sechs Züge pro Stunde in 12 Minuten von Mersch zur künftigen Station Pont Rouge bei der Einfahrt zum Kirchberg verkehren.

(Jérôme Wiss/L'essentiel)

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