Tradition in Luxemburg – Am fetten Dienstag ist Tag der Nonnefäscht

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Tradition in LuxemburgAm fetten Dienstag ist Tag der Nonnefäscht

LUXEMBURG – Der Karneval bringt so manch kuriose aber auch leckere Traditionen mit sich. Dazu gehören auch die «Nonnefäscht». Teilt eure Rezepte und Erfahrungen mit uns.

Sein erster Versuch ist dem LSAP-Abgeordneten Georges Engel gut gelungen.

Sein erster Versuch ist dem LSAP-Abgeordneten Georges Engel gut gelungen.

Facebook/Georges Engel

Am heutigen Dienstag kommt wohl kaum ein Luxemburger nicht in den Genuss der Nonnefäscht (dt.: Nonnenfürze). Und auch im Osten Frankreichs und im Süden Belgiens wird das Gebäck traditionell an diesem Karnevalstag verspeist. Eine Tradition, an der in diesem Jahr wohl vermehrt festgehalten wird, wenn schon die Karnevalsumzüge coronabedingt nicht stattfinden können. Beim Verzehr der mit Puderzucker bestreuten Krapfen in den eigenen vier Wänden kommt nämlich ganz risikofrei dennoch Stimmung auf.

«Ich würde nicht so weit gehen, zu behaupten, dass alle Luxemburger schon einmal versucht haben, Nonnefäscht zu machen, aber in jeder Familie wird ein Rezept von Generation zu Generation weitergegeben», verrät uns eine Liebhaberin der Nascherei.

Vor rund einer Woche hat auch der LSAP-Abgeordnete Georges Engel sich auf seinem Facebook-Account als Amateur des Gebäcks geoutet. Auf seine zwei Fotos, die er postete, bekam er zahlreiche Reaktionen, denn über den Namen der süßen Sünde sind sich lange nicht alle einig. «Wir nennen sie Nonnefascht. Und ihr? Sie sind lecker. Es war mein erster Versuch, aber nicht mein letzter», schreibt er zu seinem Posting. Ein weiterer sehr geläufiger Name für die Leckerei ist «Fueskichelcher».

«Die Nonnefäscht wecken viele Kindheitserinnerungen», gesteht Engelen, der von 2005 bis 2020 Bürgermeister der Gemeinde Sanem war. «Ich habe sie dank meiner Mutter, die ursprünglich aus Burscheid im Norden des Landes stammt, für mich entdeckt. Dieses Jahr habe ich meinen ersten Versuch mit einem Rezept meiner Frau gewagt.» Erfolgreich? «Wir haben sie alle aufgegessen», verrät er mit einem Lächeln im Gesicht. Tipps gibt er uns sogar auch noch mit auf den Weg: «Das Öl sollte nicht zu lange erhitzt werden, und da sie doch sehr kalorienreich sind, sollten auch nicht zu viele auf einmal genascht werden. Eine schöne Fahrradtour wäre nach dem Verzehr nicht verkehrt.»

Wer sich nicht gleich aufs Fahrrad schwingt, darf uns gerne an dieser kulinarischen Tradition teilhaben lassen: Teilt gerne eure Rezepte oder eure Erfahrungen mit den Nonnefäscht mit uns. Kontaktiert uns gerne per E-Mail über community@lessentiel.lu oder hinterlasst uns einen Kommentar.

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(fl/L'essentiel)

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