Zukunft unsicher: Amazon macht mit Alexa Riesenverluste

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Zukunft unsicherAmazon macht mit Alexa Riesenverluste

Dass die Geräte-Sparte des Versand- und Unterhaltungs-Giganten Amazon defizitär ist, ist bekannt. Doch ein neuer Bericht zeigt, wie viel Geld Amazon damit verbrennt – und spekuliert über ein Ende von Alexa & Co.

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Bremser bei den Umsätzen ist die Gerätesparte mit Alexa, Echo & Co.

Bremser bei den Umsätzen ist die Gerätesparte mit Alexa, Echo & Co.

imago images/Kyodo News
Amazon-Gründer Jeff Bezos ist einer der reichsten Menschen der Welt. Seit Juli 2021 ist er nicht mehr CEO, aber immer noch Verwaltungsratspräsident.

Amazon-Gründer Jeff Bezos ist einer der reichsten Menschen der Welt. Seit Juli 2021 ist er nicht mehr CEO, aber immer noch Verwaltungsratspräsident.

AFP
Die Amazon-Aktie ist seit anfangs Jahr um über 40 Prozent gefallen.

Die Amazon-Aktie ist seit anfangs Jahr um über 40 Prozent gefallen.

REUTERS

Amazon wurde mit dem Versandhandel groß, baute aber immer mehr aus und liefert heute auch Musik, Serien und Filme aus einer Hand. Um den Usern eine möglichst einfache Bedienung der Unterhaltungselektronik zu ermöglichen, setzte der Konzern seit Jahren auf die hauseigene Sprachsteuerung Alexa. Und diese, so die «Computer-Bild», soll sich auch gut verkauft haben und mittlerweile in unzähligen Haushalten rund um den Erdball Dienst tun.

Allerdings ist und bleibt die Gerätesparte von Amazon ein Sorgenkind des Unternehmens. Bereits vor gut einer Woche wurde vermeldet, dass das Unternehmen den Abbau von 10.000 Stellen ins Auge fasse – offenbar hauptsächlich wegen des harzenden Geschäfts mit Echo-Smartlautsprechern und dem Sprachassistenzprogramm Alexa.

Drei Milliarden Verlust in einem Quartal

Doch erst ein neuer Bericht, der im «Business Insider» erschien (Bezahlartikel), nennt konkrete Zahlen: Demnach soll bei der Worldwide-Digital-Abteilung – zu welcher auch der Streaming-Dienst Prime Video gehört – allein im ersten Quartal 2022 ein Verlust von drei Milliarden Dollar entstanden sein. Amazon gehe sogar davon aus, dass die Abteilung das Jahr 2022 mit einem Verlust von zehn Milliarden US-Dollar abschließen werde. 

Verantwortlich für diese enormen Verluste soll laut dem «Business Insider» der niedrige Verkaufspreis der Alexa-Geräte sein, die laut Strategie die Kundenbindung stärken sollen, aber nicht den gewünschten Effekt brachten. Denn obwohl Alexa weit verbreitet ist und man damit auch Pizzas bestellen und Uber-Taxis rufen kann, wuchs der Umsatz von Amazon offenbar nicht im erhofften Ausmaß. Auch die engere Kundenbindung, die Amazon durch die Sprachsteuerung anstrebte, soll sich weniger ausgewirkt haben als erhofft. 

Wie es weiter heißt, soll deswegen sogar die Zukunft von Alexa in der Schwebe sein. Gegenüber dem «Business Insider» gab allerdings ein Amazon-Manager an, man sei «bei Echo und Alexa so engagiert wie eh und je» und werde weiterhin in die Sparte investieren.

(trx)

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