Schwere Vorwürfe: Amelia (19) stirbt an Krebs, weil die Ärzte sie ständig abgewimmelt haben

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Schwere VorwürfeAmelia (19) stirbt an Krebs, weil die Ärzte sie ständig abgewimmelt haben

Eine 19-Jährige aus dem englischen York starb an Krebs, nachdem sie über ein Jahr darum gebeten hatte, ihren Arzt wegen eines schmerzhaften Klumpens auf ihrem Rücken persönlich aufzusuchen. 

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Amelia Ellerby (19) starb am 12. Juni an Krebs.

Amelia Ellerby (19) starb am 12. Juni an Krebs.

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Die Familie erhebt schwere Vorwürfe. 

Die Familie erhebt schwere Vorwürfe. 

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Über ein Jahr habe Amelia keinen Arzt sehen können.

Über ein Jahr habe Amelia keinen Arzt sehen können.

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Die Familie von Amelia Ellerby fordert nun Antworten, wie «Daily Mail» schreibt. Die Hausärzte hätten Covid-19 als «Ausrede» benutzt, um der Patientin keinen Termin geben zu müssen. Am Telefon hätten die Ärzte Amelia Antibiotika verschrieben, ohne sie vorher zu untersuchen, sagt eine Tante. Die junge Frau habe immer wieder beim Arzt angerufen und um einen Termin gebeten, während ihr Knoten gewachsen sei und auch die Schmerzen immer stärker wurden. 

Die Tante von Amelia sagt: «Sie kam im Oktober 2021 zu mir und meinem Mann, der Sanitäter ist. Mein Mann sagte ihr, sie solle wegen des harten Klumpens zum Arzt. Er war sehr besorgt. Es war keine Zyste.» Die Tante berichtet weiter: «Sie hat alle sechs Wochen angerufen, weil die Beule immer noch da war. Sie wusste nicht, was es war, und wollte professionell untersucht werden. Die Ärzte vertrösteten sie damit, dass sie bald einen Termin zum Röntgen bekommen würde. Ein Jahr lang konnte sie nicht zum Arzt». 

Computertomographie zeigte Krebs

Die Notfall-Sanitäter, die Amelia nach großen Schmerzen kontaktiert habe, hätten die Zuständigkeit für ihren Fall abgelehnt und sie an den Hausarzt verwiesen. Doch die Praxis rief offenbar nie zurück. Im März füllte Amelia laut «Daily Mail» erneut ein Online-Hausarztformular aus. Und dieses Mal erkannte ein besorgter Arzt, dass etwas nicht stimmen konnte. Er gab ihr sofort einen Termin. Eine Computertomographie zeigte Krebs in ihrer Lunge, ihren Lymphknoten und ihrer Leiste sowie in ihrem Rücken. 

Schließlich wurde die junge Frau für weitere Untersuchungen und eine Schmerzbehandlung ins Spital nach Leeds überwiesen. Dort begann sie im Mai mit einer Chemotherapie. Schließlich erfuhr sie, dass sie nur noch zwei Monate zu Leben hatte. Sie starb am 12. Juni. 

«Früherkennung ist unglaublich wichtig»

Die Familie habe bis heute keine Erklärung oder Entschuldigung über den Grund für die Verzögerung erhalten. Eine Tante: «Es ist schrecklich, sie geben Covid die Schuld. Amelia und auch ihre Oma riefen ständig die Hausärzte an und diese sagten bloss, dass sie auf der Liste für die Untersuchung stehen würde und sie einfach warten müsse. Während dieser Zeit wuchs der Klumpen weiter. Sie hatte große Schmerzen, ging aber trotzdem noch arbeiten.»

Das Priory Medical Center in York, wo die junge Frau behandelt wurde, lehnt eine Stellungnahme zu diesem Fall ab. Der NHS Foundation Trust der Lehrspitäler York und Scarboroug teilt mit: «Unser Mitgefühl gilt Amelias Familie in dieser schrecklich traurigen Zeit». Die Art und Weise, wie Termine für diagnostische Verfahren wie Röntgenbilder und Computertomographien vergeben und priorisiert werden, hänge von der Art der Überweisung ab, die sie von einem Hausarzt oder einem Arzt innerhalb des Spitals erhielten. «Die Früherkennung und Diagnose von Krebs ist unglaublich wichtig, und wir möchten jeden ermutigen, der einen Verdacht hat, sich so schnell wie möglich an seinen Arzt zu wenden.» 

(lea)

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