Hipster-Marke – American Apparel steckt in der Krise

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Hipster-MarkeAmerican Apparel steckt in der Krise

Der amerikanischen Mode-Kette American Apparel laufen die Kunden davon. Nun will das Unternehmen Filialen schließen und Personal entlassen.

Weniger Umsatz: American Apparel trennt sich von «leistungsschwachen» Filialen (Hier eine Boutique in New York). (Bild: Keystone/Justin Lane)

Weniger Umsatz: American Apparel trennt sich von «leistungsschwachen» Filialen (Hier eine Boutique in New York). (Bild: Keystone/Justin Lane)

Der Modehersteller American Apparel, der seit Jahren gegen sinkende Umsätze kämpft, will Filialen schließen und Stellen streichen. In den kommenden 18 Monaten wolle das Unternehmen 30 Millionen Dollar einsparen, teilte American Apparel am Montag mit.

Dazu würden «leistungsschwache» Filialen geschlossen. Einzelheiten nannte das Unternehmen nicht. Es hat 239 Filialen in rund 20 Ländern, 135 davon in den USA. Seit 2005 ist American Apparel auch in Zürich präsent. Weltweit arbeiten rund 10.000 Mitarbeiter für die Firma.

Produktion in den USA

American Apparel legt in seinen Kampagnen großen Wert auf die Feststellung, ausschließlich in den USA zu produzieren - und nicht wie die Konkurrenz in Niedriglohnländern in Asien. Doch die Verkäufe gehen seit 2010 zurück. Die europäischen Ketten wie H&M und Zara sind günstiger und tauschen ihre Kollektionen schneller aus. Dazu kommen der starke Dollar und die Konkurrenz der Online-Anbieter.

Die noch neue Chefin Paula Schneider erklärte, sie fühle sich verpflichtet, das Unternehmen in die Gewinnzone zurückzuführen. Die angekündigte Sparrunde werde aber nicht ausreichen. American Apparel brauche zusätzlich frisches Kapital in den kommenden zwölf Monaten. Eine Garantie auf Erfolg gebe es nicht, warnte das Unternehmen.

«Fehlverhalten und sexuelle Belästigung»

American Apparel war im vergangenen Jahr in den Schlagzeilen, weil der Gründer Dov Charney seinen Rausschmiss nicht akzeptieren wollte und immer noch dagegen ankämpft. Ihm waren «Fehlverhalten und sexuelle Belästigung» vorgeworfen worden.

Charney hatte American Apparel 1989 im kanadischen Montreal gegründet und den Firmensitz später nach Los Angeles verlegt.(L'essentiel/bee/sda)

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