Krise im Irak – Amerikanische Drohnen kreisen über Bagdad
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Krise im IrakAmerikanische Drohnen kreisen über Bagdad

Seit heute patrouillieren bewaffnete Drohnen über der irakischen Hauptstadt. Diese seien nur zu Verteidigungszwecken in der Luft. Der Druck auf Iraks Präsident al-Maliki steigt.

Bis vor kurzem flogen lediglich unbewaffnete Drohnen der US-Armee über der irakischen Hauptstadt. Nun hat die US-Regierung gegenüber CNN bestätigt, dass auch bewaffnete Drohnen eingesetzt werden.

Diese seien zu Verteidigungszwecken in der Luft. Die USA haben rund 180 Militärbeobachter in der Region. Ein Luftschlag, der nicht rein defensiver Natur ist, bedarf der Zustimmung durch Präsident Obama.

Sogar der Iran sägt an al-Malikis Stuhl

Der schiitische Grossajatollah Ali al-Sistani dringt derweilen auf eine rasche Regierungsbildung im Irak. Bei einer Predigt in der heiligen Stadt Kerbela forderte ein Geistlicher im Namen al-Sistanis am Freitag die politischen Blöcke des Landes auf, ihre Differenzen beiseite zu legen und sich vor der konstituierenden Sitzung des Parlaments am Dienstag auf den künftigen Ministerpräsidenten zu einigen.

Al-Sistani forderte zwar nicht direkt einen Rücktritt des Amtsinhabers Nuri al-Maliki, doch der wird von allen Seiten, auch aus den eigenen Reihen, unter Druck gesetzt, sein Amt aufzugeben, um damit Sunniten und Kurden zu beschwichtigen, die sich von ihm benachteiligt fühlen. Sogar der Iran, al-Malikis wichtigster Verbündeter, lotet bereits Alternativkandidaten aus.

(L'essentiel/pwe/sda)

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