Volksinitiative – Amsterdamer wollen Tourismus begrenzen

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VolksinitiativeAmsterdamer wollen Tourismus begrenzen

Jetzt, da mit den Lockerungen der Corona-Maßnahmen die ersten Besucher nach Amsterdam kommen, realisieren die Menschen, dass sie den Tourismus in dem Ausmaß nicht wollen.

Amsterdamer wollen den Tourismus auf zwölf Millionen Übernachtungen jährlich begrenzen.

Amsterdamer wollen den Tourismus auf zwölf Millionen Übernachtungen jährlich begrenzen.

DPA/Patrick Pleul

Nach der Lockerung der Corona-Maßnahmen kommen die ersten Besucher wieder nach Amsterdam – doch viele Bewohner wollen den Massen-Tourismus gar nicht mehr. Der Tourismus müsse drastisch eingeschränkt werden, fordert eine Volksinitiative, die am Donnerstag bereits von rund 25.000 Bürgern unterzeichnet wurde. Das Stadtparlament muss sich nun mit den Forderungen befassen.

Während also in Luxemburg und anderen Ländern, Regionen und Städten mit Kampagnen versucht wird, die Tourismusbranche wieder anzukurbeln, fordert die Initiative in Amsterdam, dass die Zahl der Übernachtungen von Besuchern auf maximal zwölf Millionen pro Jahr begrenzt werden solle. Zuletzt gab es rund 20 Millionen touristische Übernachtungen im Jahr. Die niederländische Hauptstadt hat rund 800.000 Einwohner.

« Die Krise hat deutlich gemacht, dass die Situation der Vor-Corona-Zeit nicht haltbar ist. »

Das Vermieten von Wohnungen etwa über Airbnb soll ebenso verboten werden wie die Eröffnung neuer Hotels. Gefordert wird außerdem eine starke Erhöhung der Touristensteuer und eine Neugestaltung des Rotlichtviertels. Drogen sollen in Coffeeshops nicht länger an Touristen verkauft werden.

«Die Krise hat eines deutlich gemacht hat, nämlich dass die Situation der Vor-Corona-Zeit nicht haltbar ist», heißt es von der Initiative. Bislang sei die historische Innenstadt ein Ort «in erster Linie von und für Touristen» gewesen. Die Bewohner sollen nun im Mittelpunkt stehen und «Touristen keinen Vergnügungspark, sondern eine lebendige Stadt besuchen können».

Mitte März waren Restaurants, Bars, Cafés, Bordelle und Museen geschlossen worden. Drei Monate lang waren die Straßen im Zentrum der Metropole wie ausgestorben und auf den Grachten fuhren keine Boote.

(L'essentiel/dpa)

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