Wintersturm – An der US-Ostküste fällt Donnerschnee

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WintersturmAn der US-Ostküste fällt Donnerschnee

Erneut brachte ein heftiger Wintersturm Chaos an die US-Ostküste. Gleichzeitig sorgte vielerorts ein Wetterphänomen für Erstaunen.

Ein heftiger Wintersturm hat an der Ostküste der USA erneut zu heftigem Schneefall, Stromausfällen und Verkehrschaos geführt. Derzeit sind über 50 Millionen Menschen von Sturmwarnungen betroffen.

Wo im Januar alle über den so genannten «Bomben-Zyklon» sprachen, ist jetzt der «Thundersnow» (Donnerschnee) in aller Munde. Dass dieses Wetterphänomen nicht ganz alltäglich ist, beweisen die zahlreichen Videoaufnahmen, die das Donnern bei teils heftigem Schneefall dokumentieren. In mehreren Regionen waren auch zahlreiche Blitze zu sehen.

Bei uns ist das Wetterereignis schlicht als Wintergewitter bekannt.

Was ein Sommer- mit einem Wintergewitter verbindet: Beide brauchen für ihre Entstehung starke Temperaturunterschiede zwischen der Luft am Boden und der in größeren Höhen. Die Meteorologen-Faustregel besagt, dass die Temperaturdifferenz zwischen der bodennahen Luft und der Luft in rund 5,5 Kilometern Höhe mindestens 35 Grad betragen sollte, bevor ein Gewitter wahrscheinlich wird.

Weniger intensiv, da weniger energiereich

Im Sommer entsteht der Temperaturunterschied wegen der Sonneneinstrahlung, die den Boden erhitzt. Im Winter hingegen wird er durch die kalte Luft in den höheren Lagen verursacht.

Ist die Temperaturdifferenz groß genug, kann die feuchte Luft schnell aufsteigen. Schauer- und Gewitterwolken türmen sich auf.

Wie die Wärmegewitter im Sommer mit Blitzen und Starkregen sind Wintergewitter mit kräftigen Graupelschauern und Schneeschauern verbunden. Da kältere Luft jedoch weniger Wasserdampf enthält und somit weniger energiereich ist, sind diese Gewitter meistens weniger intensiv als die Gewitter im Sommer. Allerdings können Gewitter im Winterhalbjahr zu oft unerwartet starken Stürmen führen, wie es auf Wikipedia heißt.

(L'essentiel/gux)

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