Großprojekte – An die Cloche d'Or kommt ein großer Busbahnhof
Publiziert

GroßprojekteAn die Cloche d'Or kommt ein großer Busbahnhof

LUXEMBURG – Großprojekte im Großherzogtum: In Luxemburg wird es bald einige Baustellen mehr geben. Vor allem an den Bahnhöfen wird gearbeitet.

In der Nähe des zukünftigen Stadions an der Cloche d'Or entsteht ein großer Busbahnhof.

In der Nähe des zukünftigen Stadions an der Cloche d'Or entsteht ein großer Busbahnhof.

Die Betonmischer drehen sich weiter in Luxemburg. Die parlamentarische Kommission für nachhaltige Entwicklung hat am Dienstag gleich mehrere große Infrastrukturprojekte abgenickt. Das teilte Kommissionspräsidentin Josée Lorsche gegenüber L’essentiel mit. Die Projekte werden der Chamber bis spätestens 13. Oktober vorgelegt.

Die Projekte umfassen den Bereich Mobilität. So zum Beispiel an der Cloche d’or im Süden der Hauptstadt, wo die nötige Infrastruktur rund um das zukünftige Nationalstadion und die Tram geschaffen wird. Dort soll ein Busbahnhof mit 14 Bussteigen errichtet werden. Sechs davon sollen das ganze Jahr in Betrieb sein, die anderen acht, wenn es Großveranstaltungen im Stadion gibt.

2000 Parkplätze auf sechs Stockwerken

Das Projekt sieht auch die Schaffung von 2000 Park&Ride-Parkplätzen auf sechs Stockwerken vor. Die Kosten: 31 Millionen Euro. «Die Arbeiten sollten bald nach der Abstimmung in der Chamber beginnen», sagt Josée Lorsche. Denn: Wenn die Tram loslegt und das Stadion fertig ist, soll auch die andere Infrastruktur stehen. Die Arena soll 2019 fertiggestellt sein, ein Jahr bevor die erste Tram an der Cloche d’Or ankommt.

Auch die Abtragung der Bahnübergänge in Schifflingen – ein Projekt, dass seit Jahren in der Schublade lag – wird bald Realität. Die Arbeiten an der Zufahrtsstraße für die zukünftige Unterführung der Straße unter die Gleise sind «fast beendet», sagt der Schifflinger Bürgermeister Roland Schreiner (LSAP) gegenüber L’essentiel. Die Unterführung selbst soll bis Pfingsten 2017 gegraben werden, Ostern 2019 könnten sie eröffnet werden.

Unterführung in Schifflingen

Die meiste Arbeit wird übrigens neben der derzeitigen Straße gemacht, der Verkehr soll so wenig wie möglich behindert werden. Die 7,8 Millionen, die das Projekt verschlingen soll, werden zwischen der Gemeinde (zehn Prozent), dem Straßenbaufonds (45 Prozent) und dem Eisenbahnfonds (45 Prozent) aufgeteilt. Letzterer stellt zusätzlich eine Million Euro zur Verfügung, um die Bahnsteige wieder aufzubauen.

Zu den Projekten, über die am Dienstag abgestimmt wurde, gehört auch der Bau von zwei neuen Bahnsteigen am Hauptbahnhof. Das wird dadurch möglich, dass die Reparaturwerkstatt für Lokomotiven nach Howald verlegt wurde. Und auch am Bahnhof von Esch/Alzette soll gebaut werden. Ein Teil der Station soll erneuert werden. Wann es losgeht und wie hoch die Kosten sein werden, kann Josée Lorsche jedoch noch nicht sagen: «Wir haben uns jetzt erst darauf geeinigt, dass wir das Projekt umsetzen», sagt die Parlamentarierin.

Zum guten Schluss hat die Kommission auch noch das von der CFL geplante Park&Ride Großprojekt um die Bahnhöfe von Rodingen, Wasserbillig und Mersch abgesegnet. Die Kosten dafür: Mindestens 100 Millionen Euro, für Mersch sind bis jetzt jedoch nur die ersten Arbeiten veranschlagt.

(Joseph Gaulier/L'essentiel)

Deine Meinung