Ab 4. Dezember – Anbieter stoppen anonymen Verkauf von Prepaid-Karten

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Ab 4. DezemberAnbieter stoppen anonymen Verkauf von Prepaid-Karten

LUXEMBURG - Nach POST und JOIN reglementiern auch Orange und Tango den Verkauf der wiederaufladbaren Handy-Sim-Karten. Künftig muss man sich beim Kauf ausweisen.

Künftig können Mobilfunk-Kunden in Luxemburg nur noch Prepaid-Sim-Karten erwerben, wenn sie sich ausweisen.

Künftig können Mobilfunk-Kunden in Luxemburg nur noch Prepaid-Sim-Karten erwerben, wenn sie sich ausweisen.

Bereits einige Stunden nach der Ankündigung von Premierminister Xavier Bettel, den unreglementierten Verkauf von Prepaid-Karten in Luxemburg zu verbieten, hatte POST angekündigt, diesem Plan zu folgen. In einer Pressemitteilung erklärte am Donnerstag nun Orange seinerseits, sich ab dem 4. Dezember daran zu halten.

Ab diesem Tag können Kunden nirgends mehr eine entsprechende Karte erwerben, ohne sich zuvor auszuweisen. «Die Umsetzung dieser Maßnahme, die von der Regierung befürwortet wird, trägt unser aller Sicherheit bei. Diese Maßnahme ist auch ein Spiegelbild der sozialen Verantwortung unseres Unternehmens», heißt es in dem Schreiben.

Kein Internetvertrieb

Weiter: «Die einzige Vertriebsmöglichkeit, die eine Überprüfung der Identität des Käufers ermöglicht, ist der Verkauf im Laden.» Die Orange-Prepaid-Karten werden ab dem 4. Dezember daher nur noch in den eigenen Filialen sowie an den Verkaufsständen in Einkaufszentren verkauft. Einen Internetvertrieb wird es nicht mehr geben. Bestandskunden werden zudem kontaktiert und darum gebeten, sich auszuweisen. Von L'essentiel kontaktiert, erklärt auch Tango, ein ähnliches Prozedere «in spätestens zwei Wochen» vorzunehmen.

Premier Bettel hatte am 18. November erklärt, den Verkauf von anonymen Handy-Karten in Luxemburg aufgrund der angespannten Sicherheitslage zu stoppen. Prepaid-Karten eröffneten potenziellen Terroristen sowie Drogendealern die Möglichkeit, ihre illegalen Aktivitäten anonym abzuwickeln.

(jv/pw/L'essentiel)

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