Finanzen – «Andere Sportarten leiden nicht unter den Spielen»

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Finanzen«Andere Sportarten leiden nicht unter den Spielen»

Das Luxemburger Olympia- und Sportkomitee ist mit 200 Personen für acht Tage nach Montenegro gereist. Die Kosten dafür liegen zwischen 380.000 und 450.000 Euro.

140 Sportler aus Luxemburg sind nach Montenegro gereist.

140 Sportler aus Luxemburg sind nach Montenegro gereist.

Editpress/Aleksandar Djorovic

An- und Abreise, Unterbringung im Sportlerdorf, Ausrüstung, acht Tage lang Verpflegung für 200 Personen: Die Spiele der kleinen Staaten in Montenegro sind für das Nationale Olympische Sport-Komitee Luxemburgs (COSL) auch in diesem Jahr mit hohen Kosten verbunden. Grob kann man mit 240 Euro pro Tag und Person rechnen. Insgesamt liegen die Aufwendungen am Ende zwischen 380.000 und 450.000 Euro.

«Wir machen die genaue Endabrechnung nach den Spielen. Man muss die Zahl in Relation zum Jahresbudget des Komitees setzen. Die Spiele hindern das Komitee nicht daran, in andere Bereiche zu investieren. Sie leiden also nicht an ihnen», sagt Alwin de Prins, Leiter der Luxemburger Delegation in Montenegro.

Für die Wettkämpfe an der Adria, investiere das Komitee «zwischen 13 und 15 Prozent» seines Jahresbudgets, bestätigt COSL-Generalsekretär Daniel Dax.

Tipper unterstützen den Sport

«Natürlich ist eine solche Reise mit hohen Kosten verbunden. Aber die Spiele sind wichtig für die Entwicklung unserer Sportler. Besonders unsere junge Talente und die Mannschaftssportler profitieren davon», sagt Dax.

Fast ein Drittel des COSL-Jahresbudgets stemmt die «Oeuvre Nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte» durch die Loterie Nationale Luxembourg. Jeder, der einen Tippschein ausfüllt oder ein Rubbellos kauft, unterstützt also den luxemburgischen Sport.

Etwa ein Viertel der Einnahmen der Lotterie gehen an die Oeuvre Nationale. Davon erhält das COSL wiederum fast fünf Prozent – etwa 1,2 Millionen Euro pro Jahr. In einigen anderen Ländern, die an den Kleinstaatenspielen teilnehmen, liegt dieser Anteil bei 15 Prozent. Im vergangenen Jahr forderte das COSL, jährlich mit einem Sechstel der Lotterie-Einnahmen des Oeuvre bedacht zu werden.

(Nicolas Martin/L'essentiel)

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