«Heute-Show» – Anerkennung und Spott für Luxemburg zugleich
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«Heute-Show»Anerkennung und Spott für Luxemburg zugleich

LUXEMBURG - In der Comedy-Sendung «heute-show» wird Luxemburg für die Aufnahme von Flüchtlingen gelobt – und fängt sich dennoch einen Seitenhieb ein.

Lob für das Großherzogtum von «heute-show»-Moderator Oliver Welke. (Screenshot: ZDF/L'essentiel)

Lob für das Großherzogtum von «heute-show»-Moderator Oliver Welke. (Screenshot: ZDF/L'essentiel)

Zehn Wochen lang hatte die politische ZDF-Sendung «heute-show» Sommerpause, am Freitag meldete sie sich zurück. Bestimmendes Thema war, wie zu erwarten, die Flüchtlingskrise. Gewohnt scharfzüngig, aber mit der gewissen Prise Schenkelklopfer-Potenzial, widmete sich die Redaktion den rechten Auswüchsen der vergangenen Wochen aber auch dem Umgang der reichen europäischen Staaten mit der humanitären Katastrophe.

Lobende Erwähnung fand das kleine Großherzogtum, das derzeit rund 30 Flüchtlinge pro Tag aufnimmt. «Jetzt mal ehrlich, welche Staaten gehen denn bei der Aufnahme von Flüchtlingen gerade an ihr Limit?», fragt Moderator Oliver Welke: «Das sind nur noch drei: Deutschland, Schweden und Luxemburg.»

Das Engagement des kleinen Großherzogtums scheint sich also bereits rumgesprochen zu haben. Aber Welke wäre nicht Welke, wenn er sich einen Spruch nich verkneifen könnte. «Gut, Luxemburg nimmt vor allem Steuerflüchtlinge. Aber egal.» Im Gelächter des Publikums geht dann fast unter, dass Welke es eigentlich ernst mit seinem Lob meint: «Sie nehmen auch noch andere auf. Gar nicht wenige übrigens – für ihre Größe.»

(L'essentiel)

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