Antwerpen und Brügge – Angesagt oder verträumt – was darfs denn sein?

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Antwerpen und BrüggeAngesagt oder verträumt – was darfs denn sein?

Zwei Städte, zwei Gesichter: Antwerpen gibt sich hip und trendy, Brügge historisch bedeutsam und romantisch. Besuchern bieten beide Orte viel Sehenswertes.

Hoch über dem Zentrum von Antwerpen – einem Unesco-Weltkulturerbe – und dem Hafen der Stadt bei fantastischer Aussicht lecker zu dinieren: ein Highlight für Besucher der belgischen Metropole, dem weltweiten Zentrum des Diamantenhandels. Im obersten Stock des 65 Meter hohen, modernistischen Museum aan de Stroom (MAS) wird man als Gast im Restaurants T'Zilte (zwei «Michelin»-Sterne) nach Strich und Faden verwöhnt – das Panorama gibts gratis obendrauf. Das Museum selbst vermittelt Wissenswertes über die Stadt und ihren Platz in der Welt.

Trotz bewegter Geschichte und kulturellem Ruhm wegen der alten Meister der Malerei – unter anderem lebte und arbeitete Rubens hier – ist Antwerpen eine moderne und sehr trendbewusste Stadt. Wer etwa auf Mode steht, wird das Modemuseum MoMu lieben und erfährt viel zu aktuellen Trends – auch über die berühmten Designer der Antwerp Six. Die Stadt verfügt nicht nur über eine renommierte Mode-Akademie, sondern auch über viele Werkstätten und Geschäfte von Designern und angesagte Flagship-Stores. Eine App führt Aficionados durch Trends und Facts zur Szene.

Shoppen statt Tanzen

Im neoklassizistischen Stadsfestzaal, wo sich Anfang des vergangenen Jahrhunderts noch verliebte Paare beim Tanz drehten, ist seit zehn Jahren ein luxuriöses Einkaufszentrum domiziliert. Stilvoller kann man kaum shoppen. Besonderheiten sind der erste Tailor-Made-Shop der Welt von Tommy Hilfiger und eine Champagnerbar.

Danach lässt es sich in einem der vielen trendigen Straßencafés herrlich entspannen. In den Gassen zeugen wiederholt großflächige Bilder an Hauswänden von der Begeisterung der Belgier für Comics.

Brügge sehen – und lieben

Geschichte pur verströmt Brügge im Westen Flanderns. Das romantische Städtchen, das durch den Thriller «In Bruges» mit Colin Farrell und Ralph Fiennes zusätzlichen Weltruhm erlangte, darf mit seinen wunderschönen Grachten, Kirchen und Gassen als einer der malerischsten Orte der Welt bezeichnet werden. Beim Flanieren verrinnen die Stunden wie im Flug, wenn man sich im Sommer auch bisweilen einen Weg durch die Touristenmassen bahnen muss.

Auch eine romantische Kutschenfahrt über die Kopfsteinpflaster der historischen Innenstadt ist ein Genuss, den man sich gönnen sollte. Und der Belfried, ein 83 Meter hoher Turm und eines der Wahrzeichen der Stadt, kann über 366 Stufen erklommen werden und belohnt mit großartigem Panorama.

Bier, Bier und nochmals Bier

Wer sich etwas weiterbilden will, kann in einer Vielzahl von Museen Zeit verbringen – darunter so kuriosen wie dem Fritten-, dem Folter-, einem Käse- oder dem Biermuseum. Und wer Bier mag – Flandern ist bekanntlich ein echtes Paradies –, sollte sich einen Abend im Rose Red gönnen, einer kleinen, feinen Bar nahe dem Grote Markt, die über 200 Sorten Gerstensaft im Sortiment hat.

Mitten im Zentrum der Stadt finden Bierfreunde in alten Gemäuern direkt am Kanal Djiver die Brauerei Bourgogne des Flandres. Diese produziert ein außergewöhnliches Bier, das aus gelagertem und neuem Gerstensaft gemischt wird. Es gibt Führungen und ein Restaurant mit sehr viel Ambiente und toller Terrasse zum Kanal hin – noch selten war Biertrinken schöner.

(L'essentiel/trx)

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