Erdbeben in Japan – Angst vor Strahlenkatastrophe

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Erdbeben in JapanAngst vor Strahlenkatastrophe

Nach dem Großbeben in Japan droht eine atomare Katastrophe. Eine Explosion zerstörte am Samstag Teile des Atomkraftwerks in Fukushima.

Eine gewaltige Explosion zerstörte am Samstag Teile des japanischen Atomkraftwerks in Fukushima.

Eine gewaltige Explosion zerstörte am Samstag Teile des japanischen Atomkraftwerks in Fukushima.

DPA

Die Rettungskräfte kämpfen gegen eine Kernschmelze. Die Zahl der Opfer des apokalyptischen Bebens ist noch ungewiss. Die Welt hat Angst vor einem zweiten Tschernobyl: Eine gewaltige Explosion zerstörte am Samstag Teile des japanischen Atomkraftwerks in Fukushima und verschärfte zusätzlich die Sorge vor einer nuklearen Katastrophe.

Zahl der Toten steigt

Nach dem Erdbeben und dem Tsunami ist das ganze Ausmaß der humanitären Katastrophe in der Unglücksregion noch immer nicht abzusehen. Offiziell geht die Regierung von rund 1700 Toten aus. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO wurden bislang 621 Leichen geborgen, 645 Menschen gelten als vermisst. Etwa 210 000 Menschen verloren ihr Zuhause. Nach japanischen Behördenangaben fehlten allein in der schwer betroffenen Provinz Miyagi am Samstag von 9500 Menschen jedes Lebenszeichen.

Starke Nachbeben

Einen Tag nach dem Beben der Stärke 8,9 und dem verheerenden Tsunami, der bis weit ins Land hinein Schiffe, Häuser, Autos und Menschen mitgerissen hatte, hielten Nachbeben die Bewohner selbst in weit vom Epizentrum entfernten Gegenden in Atem. Die US-Wissenschaftsbehörde United States Geological Survey (USGC) registrierte seit Freitag allein 25 Beben ab der Stärke 6. Hinzu kamen über 150 schwächere Nachbeben.

L'essentiel Online /

(dpa)

Japan hat sich um 2,4 Meter verschoben

Nach Angaben von Wissenschaftlern hat das Erdbeben mit seiner Wucht große Landmassen verschoben und den Lauf der Welt verändert. Die japanische Hauptinsel sei um 2,4 Meter verrückt worden, sagte Kenneth Hudnut von der US-Geologiebehörde dem Fernsehsender CNN.

Das italienische Institut für Geophysik und Vulkanologie ermittelte nach eigenen Angaben außerdem, dass das Beben die Achse der Erdrotation um rund 10 Zentimeter verschoben hat. Das wäre wahrscheinlich die größte Verschiebung durch ein Erdbeben seit 1960, als Chile erschüttert wurde.

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