Luxemburg – Anhänger unterstützen Dr. Ochs vor Gericht
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LuxemburgAnhänger unterstützen Dr. Ochs vor Gericht

LUXEMBURG – Das Ärztekollegium forderte am Mittwoch in der Berufung die Beibehaltung der einjährigen Suspendierung von Dr. Benoît Ochs.

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26.01 Die Cité judiciaire wird am heutigen Mittwoch genauestens überwacht.

26.01 Die Cité judiciaire wird am heutigen Mittwoch genauestens überwacht.

L'essentiel/nm
Zahlreiche Anhänger von Benoit Ochs erschienen, um ihn zu unterstützen.

Zahlreiche Anhänger von Benoit Ochs erschienen, um ihn zu unterstützen.

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Etwa 150 Anhänger von Dr. Benoît Ochs haben sich am frühen Mittwochnachmittag in der Cité Judiciaire in der Hauptstadt versammelt, wo die Berufungsverhandlung des umstrittenen Arztes stattfand. Die Demonstranten fanden sich auf dem Vorplatz des Gerichtsgebäudes ein, um den Arzt zu unterstützen. Sie blieben dabei friedlich.

Dem Arzt war zunächst für ein Jahr untersagt worden, seine Tätigkeit auszuüben, weil er gegen rund zehn Artikel des Ethikkodex verstoßen hatte. Der Allgemeinmediziner hatte sich insbesondere durch seine Stellungnahmen gegen die Corona-Maßnahmen hervorgetan. Nach dem Urteil im Juli letzten Jahres legte er Berufung ein.

Da die Berufung eine aufschiebende Wirkung hatte, konnte er seitdem weiter praktizieren. Inzwischen ist er zu einer der Figuren der von Maßnahmen-Gegnern organisierten «Marches blanches» geworden, die u. a. die Wirksamkeit des Impfstoffs in Frage stellen und die Isolierung positiver Personen ablehnen.

Bei der Anhörung forderten das Ärztekollegium und sein Vorsitzender Dr. Pit Buchler, dass die einjährige Sperre für den Arzt aus Gonderingen bestätigt wird. «Wir befinden uns nicht im Rahmen einer wissenschaftlichen Debatte», erklärte die juristische Leiterin des Ärztekollegiums, Valérie Besch, erinnerte an die Verstöße und warf dem Arzt vor, «auf der Linie des Ungehorsams gegenüber gesundheitspolitischen Maßnahmen» zu sein. Für das Kollegium hatte Dr. Ochs eine «nicht ausreichend nuancierte» wissenschaftliche Argumentation zur Impfung oder zum Tragen einer Maske.

Vor den Richtern und zwei Beisitzern vertrat Christian Bock, der Anwalt des Allgemeinmediziners, die Ansicht, dass das Verfahren formal gesehen das Recht auf Verteidigung nicht respektiert habe. Außerdem stellte er den Konsens über die Behandlung von Corona-positiven Patienten in Frage. Der Anwalt des Arztes beschuldigte auch den Vorsitzenden des Ärztekollegiums, Pit Buchler, der Voreingenommenheit und versicherte, dass Dr. Ochs lediglich eine «Vorsicht» gegenüber den Impfstoffen geäußert habe, die sich auf das «Nutzen-Risiko-Verhältnis» beziehe.

(L'essentiel)

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