Johnny Depp – Amber Heard: Antrag von Amber Heard auf Abweisung von Klage von Johnny Depp abgelehnt

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Johnny Depp – Amber HeardAntrag von Amber Heard auf Abweisung von Klage von Johnny Depp abgelehnt

Im Verleumdungsprozess von Hollywoodstar Johnny Depp gegen seine Ex-Frau Amber Heard ist die Schauspielerin mit einem Antrag auf Abweisung von Depps Klage gescheitert.

US actor Johnny Depp and his wife US actress Amber Heard arrive for screening of the movie "Black Mass" presented out of competition at the 72nd Venice International Film Festival on September 4, 2015 at Venice Lido.  AFP PHOTO / TIZIANA FABI / AFP PHOTO / TIZIANA FABI

Johnny Depp und Ex-Frau Amber Heard werfen sich gegenseitig häusliche Gewalt vor.

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Richterin Penney Azcarate entschied am Dienstag, es gebe genügend Anhaltspunkte, die eine Fortsetzung des Verfahrens in Fairfax im US-Bundesstaat Virginia rechtfertigten. Eine Psychologin sagte derweil im Zeugenstand aus, Heard leide infolge von Depps angeblicher Gewalttätigkeit an einer posttraumatischen Belastungsstörung.

Heards Anwälte hatten nach dem Ende der Beweisführung durch Depps Anwälte beantragt, die Klage des Hollywood-Stars als unbegründet abzuschmettern. Depp sei den Beweis schuldig geblieben, dass Heard ihn mit einem Ende 2018 erschienenen Beitrag für die Zeitung «Washington Post» verleumdet habe.

Die «Aquaman»-Darstellerin hatte sich damals als Opfer häuslicher Gewalt bezeichnet, ohne den «Fluch der Karibik»-Star dabei namentlich zu nennen. «Es ist unumstritten, dass er tatsächlich Amber misshandelt hat», sagte Heards Anwalt Ben Rottenborn.

Richterin Azcarate erklärte aber, im laufenden Prozess seien ausreichend Punkte vorgetragen worden, die eine Fortsetzung des Verfahrens rechtfertigten. Letztlich müssten die Geschworenen über die Beweislage entscheiden. Anträge, ein Verfahren einzustellen, werden in den USA häufig gestellt, auch während eines laufenden Prozesses. Erfolgreich sind sie selten.

Rufmord oder häusliche Gewalt

Depp hat Heard, mit der er zwischen 2015 und 2017 verheiratet war, auf 50 Millionen Dollar (knapp 48 Millionen Euro) Schadenersatz verklagt. Er wirft der 36-Jährigen vor, seiner Karriere mit falschen Anschuldigungen der häuslichen Gewalt schwer geschadet zu haben. Heard hat mit einer Gegenklage gegen den 58-Jährigen reagiert und verlangt 100 Millionen Dollar Schadenersatz. Sie wirft ihm «ungezügelte physische Gewalt» vor.

Der Prozess zwischen Depp und Heard in Fairfax nahe der Hauptstadt Washington hatte vor drei Wochen begonnen. In dem Verfahren sagten bereits Depp und zahlreiche von seinen Anwälten geladene Zeugen aus. Am Dienstag begannen Heards Anwälte mit der Befragung eigener Zeugen. Auch die Schauspielerin selbst dürfte diese Woche aussagen.

Die klinische und forensische Psychologin Dawn Hughes sagte am Dienstag vor Gericht aus, sie habe mit vier separaten Tests zuverlässig eine posttraumatische Belastungsstörung bei Heard infolge ihrer Beziehung zu Depp diagnostiziert. Depp habe sie mit «obsessiver» Eifersucht und Kontrollzwang gequält und ihr offenbar physische und sexuelle «Gewalt» angetan. So habe Depp Heard «geschubst», geohrfeigt, «gewürgt», gegen eine Mauer gestoßen und ihr in den Rücken getreten.

Laut Depp war nicht er sondern in Wirklichkeit Heard gewalttätig

Depp hat in dem Verfahren beteuert, er habe Heard niemals geschlagen. Vielmehr sei Heard mehrfach gewalttätig geworden. Die Psychologin Shannon Curry, die von Depps Anwälten als Zeugin präsentiert wurde, hatte vor ihrer Kollegin Hughes gesagt, sie habe bei Heard keine posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert.

Vielmehr leide die 36-Jährige unter einer Borderline-Persönlichkeit und einer sogenannten histrionischen Persönlichkeitsstörung, also krankhaft egozentrischem und manipulativem Verhalten. Diese Diagnose wies nun wiederum Hughes zurück.

(AFP)

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