Jörg Kachelmann – Anwalt will Zuschauer im Gericht

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Jörg KachelmannAnwalt will Zuschauer im Gericht

Die Polizistin, die als Erste das mutmaßliche Opfer von Jörg Kachelmann befragt hatte, steht selber Rede und Antwort. Der Ausschluss der Öffentlichkeit gab Anlass zu Diskussionen.

Die Öffentlichkeit ist im Prozess gegen den Wettermoderator Jörg Kachelmann am Dienstag erneut ausgeschlossen worden. Das Landgericht Mannheim hörte eine Polizeibeamtin als Zeugin an. Ihr hatte das angebliche Vergewaltigungsopfer die mutmaßliche Tat geschildert.

Um den persönlichen Lebensbereich der Ex-Freundin Kachelmanns zu schützen, hatte ihr Anwalt zuvor den Ausschluss der Öffentlichkeit beantragt. Der Verteidiger Kachelmanns, Johann Schwenn, befürwortete den Ausschluss, soweit es um die Schilderung der angeblichen Vergewaltigung geht. Bezüglich der weiteren Umstände solle die Öffentlichkeit jedoch wieder zur Verhandlung zugelassen werden.

Prozess bis Mitte Januar unterbrochen

Am Dienstagnachmittag will die 5. Große Strafkammer noch einen weiteren Polizeizeugen vernehmen, bevor der Prozess bis Mitte Januar 2011 unterbrochen wird.

Kachelmann muss sich seit dem 6. September wegen besonders schwerer Vergewaltigung verantworten. Er bestreitet die Tat, seine Verteidigung spricht von einer gezielten Falschanschuldigung der langjährigen Ex-Freundin. Der Prozess wird voraussichtlich bis Ende März dauern.

(20min.ch/dapd)

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