Hamsterkäufe in Luxemburg – Apotheke verkauft 700 Schutzmasken in 2 Stunden
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Hamsterkäufe in LuxemburgApotheke verkauft 700 Schutzmasken in 2 Stunden

LUXEMBURG – In den Apotheken des Landes fehlt es nach regelrechten Hamsterkäufen derzeit an Masken und Desinfektionsmittel.

Simples Händewaschen hilft, um sich gegen den Coronavirus zu schützen.

Simples Händewaschen hilft, um sich gegen den Coronavirus zu schützen.

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Mindestens 700 in zwei Stunden! Das ist die Rekordzahl von Schutzmasken, die Mitte letzter Woche von einer Apotheke in der Hauptstadt verkauft wurden. Und dies noch vor der Diagnose eines ersten Falls von Coronavirus in Luxemburg. «Es ist Wahnsinn. Die Menschen haben Angst. Deshalb werden sie egoistisch, ja sogar aggressiv, selbst dann, wenn ihnen die Situation erklärt wird», so ein Apotheker gegenüber L'essentiel.

In den meisten Apotheken sind aktuell Schutzmasken und Desinfektionsmittel ausverkauft, wie Yves Mischo, Generalsekretär des luxemburgischen Apothekerverbandes, bestätigt. «Es ist unmöglich, genau zu wissen, wann sie wieder vorrätig sein werden». Die Hersteller, die zum größten Teil in den Nachbarländern ansässig sind, haben es seit einigen Wochen mit einer exponentiellen Nachfrage zu tun.

«Kein Grund, in Luxemburg mit einer Maske herumzulaufen»

Wenn sie kurzfristig wieder erhältlich sind, werden einige Masken für acht Euro verkauft, viermal teurer als normal, Desinfektionsmittel kostet bis zu 17 Euro, verglichen mit den üblichen zehn Euro. «Wir haben sogar daran gedacht, das Produkt selbst herzustellen, aber das ist kompliziert, weil man auch Alkohol besorgen muss», so der Apotheker. «Wir versuchen dann in erster Linie, die Menschen zu beruhigen, indem wir sie an wesentliche Schutzmaßnahmen wie die Handhygiene erinnern.»

Viele Apotheker zweifeln an der Wirksamkeit der Masken, die nicht vollständig vor dem Coronavirus schützen. «Ja für die Mund- und Nasenwege, aber was ist mit den Augen? In Wirklichkeit gibt es derzeit keinen Grund, in Luxemburg mit einer Maske herumzulaufen. Und schon gar nicht, eine solche zuhause zu tragen», so Yves Mischo abschließend.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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