Vorstellungsgespräch – Apple-Bewerber müssen Eier haben

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VorstellungsgesprächApple-Bewerber müssen Eier haben

Was sind Ihre Stärken und Schwächen? Diese Frage ist von gestern. Das Unternehmen Apple fragt seine Bewerber nach Toastern, Eiern und Geburtenraten.

Stellt den Bewerbern knifflige Fragen: Das US-Unternehmen Apple hat viele Bewerber, Kunden und Geschäfte – hier der Laden an der Grand Central Station in New York.

Stellt den Bewerbern knifflige Fragen: Das US-Unternehmen Apple hat viele Bewerber, Kunden und Geschäfte – hier der Laden an der Grand Central Station in New York.

Andrew Gombert

Apple ist als Arbeitgeber äußerst beliebt. Ob Softwareentwickler, Webdesigner oder IT-Fachmann, alle wollen sie beim US-Unternehmen anheuern. Weltweit beschäftigt die Firma 115.000 Mitarbeiter (Stand Juli 2015).

Doch wer zum Interview eingeladen wird, muss erst einmal kräftig in den sauren Apfel beißen, denn das Vorstellungsgespräch hat es in sich. Erkundigungen nach Stärken und Schwächen scheinen nicht zu den Standard-Fragen der Apple-Personalverantwortlichen zu gehören. Ihr Interview-Katalog ist direkter. «Warum sind Sie heute hier?» oder «Sie wirken sehr positiv, was zieht Sie runter?», lauten die Fragen zum Beispiel. So mancher Job-Interessierte dürfte dabei leer schlucken.

25 veräppelte Fragen

Das Onlineportal «N24» hat die 25 skurrilsten, schwierigsten und unerwartetsten Fragen zusammengetragen, welche ehemalige Apple-Bewerber laut der Job-Website Glassdoor beantworten mussten. Ein Bewerber für die Technikberatung von Kunden hatte folgende Hürde zu nehmen: «Erklären Sie einem achtjährigen Kind, was ein Router/Modem ist.» Wer im globalen Vertrieb arbeiten möchte, sollte zumindest die Antwort auf die Frage «Wie viele Kinder werden jeden Tag geboren?» haben.

Ein Software-Entwickler musste hingegen eine Lösung zu einer Eier-Frage liefern. «Wenn Sie zwei Eier in den Händen halten und herausbekommen möchten, aus welcher Höhe Sie sie fallen lassen können, ohne dass sie zerbrechen: Wie würden Sie das anstellen? Was ist die optimale Lösung?» Ähnlich erging es einem Bewerber für die Abteilung Maschinenbau: «Sie stellen ein Glas Wasser auf einen Plattenteller und lassen ihn immer schneller drehen. Was passiert zuerst: Rutscht das Glas vom Plattenteller, kippt es um, oder schwappt das Wasser heraus?»

Die richtigen Antworten auf die 25 Fragen liefert «N24» nicht. Aber allgemein kann denjenigen geraten werden, welche mit einer Stelle bei Apple liebäugeln, sich kreative Antworten zu jeder Frage zu überlegen. Denn wer weiß, vielleicht werden Sie schon bald «Wie würden Sie einen Toaster testen?» oder« Sind Sie kreativ?» gefragt. Denken Sie sich etwas Kreatives aus.» Kleiner Tipp: Vielleicht weiß Sprachassistentin Siri Bescheid.

(L'essentiel/afo)

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