Reformen – Arbeiten wir in Luxemburg in Zukunft flexibler?
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ReformenArbeiten wir in Luxemburg in Zukunft flexibler?

LUXEMBURG – Wirtschaftsminister Étienne Schneider hat am Mittwoch über Wege diskutiert, wie man die digitale Revolution in Luxemburg umsetzen kann.

Der Ökonom Jeremy Rifkin hat das Großherzogtum unter die Lupe genommen.

Der Ökonom Jeremy Rifkin hat das Großherzogtum unter die Lupe genommen.

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Luxemburg muss sich der dritten industriellen Revolution stellen, die neue digitale Technologien und Kommunikationswege bringt. Das fordert Wirtschaftsminister Étienne Schneider (LSAP) am Mittwoch gegenüber Mitgliedern der Wirtschafts- und Arbeitskommission.

Die Herausforderung sei, eine neue Ausgangssituation für die Arbeitswelt zu akzeptieren, die von «Digitalisierung, Automatisierung und künstlicher Intelligenz geprägt ist», erklärte der Minister in Bezug auf die Arbeit des amerikanischen Ökonomen Jeremy Rifkin, der eine Verknappung der Arbeit prognostiziert. Schneider fordert ein Nachdenken «über neue Modelle der Arbeit», insbesondere in Sachen Flexibilisierung.

Flexiblere Gestaltung der Arbeit

Obwohl noch keine konkreten Reformen erwähnt wurden, konzentrieren sich die Diskussionen auf eine flexiblere Gestaltung der Arbeit. Zum Beispiel indem die Dauer der Arbeit oder der Ferien über eine längere Zeit kalkuliert werden, die Telearbeit gestärkt wird oder einfach die Arbeitszeiten gekürzt werden. Letzterem hat Premierminister Xavier Bettel im Januar jedoch bereits eine Absage erteilt.

Nach der ersten Debatte über die Rifkin-Studie Anfang Februar werden die Diskussionen in den verschiedenen Ausschüssen der Chamber weitergeführt. Die Parlamentarier wollen im Herbst über die Ergebnisse im Plenum debattieren.

(jg/L'essentiel)

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