Statec: Arbeitslosigkeit in Luxemburg zeigt leichte Tendenz nach oben

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StatecArbeitslosigkeit in Luxemburg zeigt leichte Tendenz nach oben

LUXEMBURG – Am Dienstag hat das Statec eine neue Einschätzung zur Wirtschaftslage abgegeben. Demnach sei die Arbeitslosigkeit zwar leicht angestiegen, drohe aber nicht zu explodieren.

von
Joseph Gaulier
Es gibt viele freie Stellen, aber die Profile der Arbeitssuchenden passen nicht immer zu den Anforderungen.

Es gibt viele freie Stellen, aber die Profile der Arbeitssuchenden passen nicht immer zu den Anforderungen.

Editpress/Alain Rischard

Die Arbeitslosigkeit im Großherzogtum steigt wieder leicht an, berichtete Bastien Larue, Leiter der Konjunkturabteilung des Statistkamts Statec, bei einer Besprechung zur Wirtschaftslage im Großherzogtum. «Wir glauben aber nicht, dass sie jetzt nochmal explodieren wird. Im Großen und Ganzen bleibt der Anteil der Erwerbsbevölkerung ohne Arbeit niedrig», so der Ökonom. Das Statec rechnet mit einer Arbeitslosenquote von 4,8 Prozent in diesem Jahr und 5,1 Prozent im nächsten Jahr. Dieser Anstieg zeige sich auch in anderen europäischen Ländern.

Larue erklärte weiter, dass die Industriebranche und das Baugewerbe derzeit besonders mit einer geringen Nachfrage und leeren Auftragsbüchern konfrontiert seien. Jedoch seien auch andere Sektoren betroffen. Personenbezogene Dienstleistungen hätten in den letzten Jahren zwar viele Arbeitsplätze geschaffen, dann habe sich die Branche aber wieder entschleunigt. «Es gibt trotz der Arbeitslosigkeit viele offene Stellen. Das Problem ist, dass die Profile der Arbeitslosen nicht mit denen der gesuchten Stellen übereinstimmen», so Larue.

In den letzten Jahren habe sich die Konjunktur wegen der Pandemie, Verknappung, des Krieges, der Energiekrise und der steigenden Zinssätze verlangsamt. Wie der Statec-Ökonom erklärt, entlassen Unternehmen in solchen Situationen nicht sofort, sondern gewähren weniger Überstunden oder stellen weniger Personal ein. «Dadurch ist die Verlangsamung der Beschäftigung immer zeitversetzt zur Verlangsamung der Aktivitäten der Unternehmen.» Ein für die Arbeitslosigkeit sei die «Rentnerschwemme» ein Glück: Dadurch dass viele in den Ruhestand gingen, halte sich der Anstieg nochmal in Grenzen.

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