Luxemburg: Arbeitslosigkeit sinkt weiter, «absoluter Rekord» bei freien Stellen
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LuxemburgArbeitslosigkeit sinkt weiter, «absoluter Rekord» bei freien Stellen

LUXEMBURG – Die Anzahl registrierter Arbeitssuchender und freier Stellen lag im Mai annähernd gleichauf. Die Adem sieht Die Adem sieht Anlass zum Optimismus, aber auch anhaltende Schwierigkeiten.

Die Zahl der Arbeitssuchenden und Anzahl freier Stellen war im Mai fast gleich hoch.

Die Zahl der Arbeitssuchenden und Anzahl freier Stellen war im Mai fast gleich hoch.

Julien Garroy / Editpress

Die Zahl der Arbeitssuchenden in Luxemburg geht weiter zurück: Ende Mai waren laut der aktuellen Mitteilung am Montag 13.946 Personen bei der Arbeitsagentur Adem registriert, mit 3394 Personen fast 20 Prozent weniger als im Vorjahresvergleich. Insgesamt ging die die Arbeitslosenquote weiter von 4,7 auf 4,6 Prozent zurück – so niedrig war sie zuletzt im November 2011.

Bei den Geschlechtern gab es den Zahlen nach kaum einen Unterschied, bei Frauen und Männern waren je 19,4 und 19,7 Prozent weniger arbeitssuchend gemeldet als 2021. Eine deutliche Differenz war bei den Altersgruppen zu beobachten. Bei den unter 30-Jährigen machten 25,6 Prozent den Rückgang aus, bei den über 45-Jährigen nur 15,6. Ein Plus gab es bei den Arbeitssuchenden mit einer Meldedauer von weniger als vier Monaten, der Wert stieg um 6,2 Prozent.

Anhaltende Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt

Ebenso mehr wurde es bei der Anzahl der Neuanmeldungen: Im Mai 2022 meldeten sich 2140 Einwohner neu bei der Adem, 259 mehr als im Mai 2021: Ein Plus von 13,8 Prozent. Inbegriffen sind die Neuanmeldungen von 205 ukrainischen Geflüchteten.

Einen «neuen absoluten Rekord», so die Arbeitsagentur, gab es bei der Zahl der verfügbaren Stellen. Sie belief sich auf 13.253 Stellen – ein Zuwachs von 49,5 Prozent im Jahresvergleich. Es gebe zwar Anlass zu Optimismus, so die Adem in einer nachfolgendenden Mitteilung, da die Arbeitslosenqoute Ende Dezember des letzten Jahres wieder Vorkrisenwerte erreicht hat, doch zeugten die Zahlen auch von anhaltenden Schwierigkeiten: Es mangelt an qualifizierten Arbeitskräften in fast allen Branchen. Zudem machten Langzeitarbeitslose noch immer fast die Hälfte der registrierten Arbeitssuchenden aus.

(mc/L'essentiel)

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