An Saar und Mosel – Arbeitsmarkt unter Druck

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An Saar und MoselArbeitsmarkt unter Druck

SAARBRÜCKEN - Während die Zahl der Arbeitslosen in Rheinland-Pfalz im April leicht zurückgegangen ist, stagniert der Arbeitsmarkt an der Saar.

Licht und Schatten auf dem rheinland-pfälzischen und saarländischen Arbeitsmarkt im April: Zwar konnten viele Jobsuchende in saisonabhängigen Branchen wieder eine Stelle finden. Andere wirtschaftliche Einflüsse wie etwa Unternehmensinsolvenzen sorgten aber für gegenläufige Tendenzen, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Saarbrücken mitteilte.

So sank die Zahl der Arbeitslosen in Rheinland-Pfalz im Vergleich zum März deutlich schwächer als üblich um 1700 auf 112 900 Frauen und Männer (minus 1,5 Prozent). In den vergangenen zehn Jahren hatte der Wert in diesem Zeitraum jeweils um durchschnittlich 5000 abgenommen.

Arbeitslosenquote sinkt in Rheinland-Pfalz

Die Arbeitslosigkeit blieb dennoch ein Prozent unter Vorjahresniveau. Die Arbeitslosenquote – berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen – sank von 5,5 Prozent im März auf 5,4 Prozent im April 2012. Vor einem Jahr hatte sie ebenfalls 5,4 Prozent betragen.

Im April 2012 waren an der Saar 34 000 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 100 oder 0,3 Prozent mehr als vier Wochen zuvor. In den vergangenen zehn Jahren war die Zahl der Arbeitslosen in diesem Zeitraum jeweils um durchschnittlich 580 gesunken. Dennoch blieb die Arbeitslosigkeit um 3,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

(L'essentiel Online/dpa)

Arbeitslosenzahl unter drei Millionen

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im April um 65 000 auf 2 963 000 gesunken. Das waren 115 000 weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Nürnberg mitteilte.

Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Punkte auf 7,0 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie bei 7,3 Prozent gelegen. Saisonbereinigt legte die Arbeitslosenzahl in Deutschland im April aber um 19 000 auf 2,875 Millionen zu.

«Auf dem Arbeitsmarkt hält die positive Grundtendenz an, obwohl die Konjunktur zuletzt an Schwung verloren hat. Insbesondere die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung liegen weiter deutlich im Plus», sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise.

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