Circuit Foil in Wiltz – ArcelorMittal lagert Teile der Produktion aus
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Circuit Foil in WiltzArcelorMittal lagert Teile der Produktion aus

LUXEMBURG - 47 Arbeitsplätze stehen bei Circuit Foil auf der Kippe. ArcelorMittal verlagert Teile der Produktion aus Wiltz nach Asien.

Der Stahlriese ArcelorMittal will die Produktion seiner Filiale in Wiltz neu ausrichten und lagert Teile der Produktion nach Asien aus.

Der Stahlriese ArcelorMittal will die Produktion seiner Filiale in Wiltz neu ausrichten und lagert Teile der Produktion nach Asien aus.

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Ein Viertel der rund 200 Arbeitsplätze bei Circuit Foil, einer hundertprozentigen Tochter des Stahlriesen ArcelorMittal, soll abgebaut werden. Die Befürchtungen der Mitarbeiter, über die L'essentiel Online am Mittwochmorgen berichtet hatte, werden wahr. Das bestätigte ArcelorMittal in einem Schreiben.

Grund für den Arbeitsplatzabbau bei einer weiteren Filiale in Luxemburg ist eine «Neu-Orientierung der Produktion», heißt es in dem Schreiben des weltgrößten Stahlproduzenten. Der Export von in Europa hergestellten Kupferleitern sei nicht mehr rentabel, erklärt ArcelorMittal. Daher werde die Produktion nach Asien ausgelagert.

Weniger Produktion, weniger Arbeitskraft

Bei Circuit Foil in Wiltz sollen daher künftig hochspezialisierte Kupferleiter produziert werden. «Die strategische Umorientierung hat eine Reduzierung der Produktionsmenge sowie eine Reduzierung der dafür vorgesehenen Arbeitsplätze zur Folge», so ArcelorMittal. Nach Auskunft der Gewerkschaften ist die Produktion bereits zum aktuellen Zeitpunkt um ein Drittel niedriger als zuvor.

ArcelorMittal betont, dem «Sozialdialog bei Circuit Foil eine enorme Bedeutung» beizumessen. Am Freitag finden Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und Unternehmen statt. Dabei soll ein Plan ausgehandelt werden, der gut 15 der betroffenen 47 Mitarbeiter den Eintritt in den Vorruhestand ermöglicht. Etwa 25 Beschäftigte von Circuit Foil könnten in anderen Filialen des Stahlriesen untergebracht werden, in denen derzeit mehr produziert wird, wie bei der Drahtherstellung in Bissen. Das erklärte Raymond Kapuscinsky, OGBL-Stahlexperte am Mittwoch auf Anfrage von L'essentiel Online.

(sb/L'essentiel Online)

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