Anonymus gegen Stahlriese – ArcelorMittal nimmt Hacker-Drohungen ernst

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Anonymus gegen StahlrieseArcelorMittal nimmt Hacker-Drohungen ernst

LUXEMBURG – Nach den Drohungen der Internetpiraten von Anonymous in Belgien hat der Stahlgigant die Behörden in Luxemburg informiert.

Der Stahlgigant mit Sitz in Luxemburg nimmt die Drohung eines Hackerangriffs einer belgischen Anonymous Gruppe sehr ernst. Das teilte ArcelorMittal am Dienstagnachmittag mit. «Wir sind dabei uns auf eine mögliche Cyber-Attacke vorzubereiten», so eine Sprecherin. Der Konzern habe die verantwortlichen Behörden in Luxemburg und Belgien informiert und besitze Notfallvorkehrungen zum eigenen Schutz, so ArcelorMittal weiter. Wie diese konkret aussehen, ist nicht bekannt.

Zu Jahresbeginn hatte eine Untergruppe der Anonymous-Hacker in Belgien, die auf den Namen «The AnonOps» hören, mit Angriffen auf die Internetseite des Konzerns sowie mit der Veröffentlichung geheimer Daten gedroht. Damit wollen die Internetpiraten auf das endgültige Aus der Hochöfen in Lüttich reagieren, die tausenden Arbeitskräften den Job kosten.

«Fehlinformation»

Für ArcelorMittal kommen die Drohungen zu einem sehr «unpassenden Zeitpunkt», an dem «heikle Sozialverhandlungen in Belgien» stattfänden. ArcelorMittal sei bemüht Lösungen für die betroffenen Arbeiter zu finden.
ArcelorMittal kritisiert zudem eine «Fehlinformation» der Anonymus-Gruppe.

Diese hatte in ihrem Video behauptet, der Konzern breche mit dem Aus für die Hochöfen Investitionsversprechen am Standort Lüttich. Der Stahlproduzent habe die wirtschaftlichen Bedingungen, die zum Herunterfahren der Hochöfen geführt hätten, nie verheimlicht, so ArcelorMittal.

(L'essentiel Online)

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