Eurostat – Arme Luxemburger fühlen sich kränker

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EurostatArme Luxemburger fühlen sich kränker

LUXEMBURG – Niedriges Gehalt und schlechte Bildung haben Folgen auf den Körper: Wer im Großherzogtum kein Gutverdiener ist, plagt sich eher mit Gesundheitsproblemen.

Nur zwei Drittel der Luxemburger, die wenig verdienen, fühlen sich gesund. Untern den Besserverdienern ist der Anteil merklich höher.

Nur zwei Drittel der Luxemburger, die wenig verdienen, fühlen sich gesund. Untern den Besserverdienern ist der Anteil merklich höher.

DPA

In Luxemburg besteht ein Zusammenhang zwischen gefühltem Wohlbefinden und Einkommen sowie Bildung. Doch das gilt nicht nur für das Großherzogtum, sondern für die gesamte EU. Diesen Zusammenhang hat eine an diesem Mittwoch veröffentlichte Studie von Eurostat bestätigt. In Luxemburg fühlen sich Menschen mit höherer Bildung zu 85 Prozent bei guter oder sehr guter Gesundheit. Unter den Ansässigen mit niedrigerem Bildungsniveau sind es hingegen nur 63 Prozent.

Der gleiche Trend ist im Großherzogtum beim Lohnniveau zu beobachten: Ansässige mit den höchsten Gehältern fühlen sich am meisten (80 Prozent) bei guter Gesundheit. Im Gegenteil zu denen, die wenig verdienen. Die schätzen sich nur zu 67 Prozent als gesund ein. In Deutschland fällt der Lohn-Gesundheits-Unterschied noch größer aus: Nur die Hälfte der Wenigverdiener fühlt sich dort bei guter Gesundheit.

Drei Viertel fühlen sich gesund

Die Studie lieferte weitere Ergebnisse zum körperlichen Wohlbefinden: Drei Viertel der Ansässigen zwischen 25 und 64 Jahren fühlen sich gesund. Davon erklärt sich ein Viertel sogar bei sehr guter Gesundheit, knapp die Hälfte bei guter. Knapp ein Fünftel (17,8 Prozent) schätzt seine Gesundheit als mittelmäßig ein, 6,4 Prozent als schlecht, 1,1 Prozent als sehr schlecht. Diese Wahrnehmung variiert leicht nach Geschlecht: Männer fühlen sich etwas häufiger (74,7 Prozent) als Frauen (71,2 Prozent) in guter Form.

Unter den Nachbarn haben die Belgier die wenigsten Gesundheitssorgen: 80 Prozent fühlen sich bei guter Gesundheit, in Deutschland sind es nur 70 Prozent. Im Rest der EU bezeichnen mehr als acht von zehn Menschen ihre Gesundheit als sehr gut oder gut. Spitzenreiter sind dabei Griechenland (84,6 Prozent), Irland (84, 2 Prozent) und Schweden (82,9 Prozent). In den Schlusslichtern Kroatien, Ungarn und Portugal schätzen die meisten Bewohner ihre Gesundheit als schlecht oder sehr schlecht ein – mit jeweils 13,4 Prozent, 11,4 Prozent und 11,3 Prozent.

(jd/L'essentiel)

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