Einsatz in Afghanistan – Armee-Fotografin schoss ein letztes, tödliches Bild
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Einsatz in AfghanistanArmee-Fotografin schoss ein letztes, tödliches Bild

Hilda Clayton dokumentierte Kriegseinsätze der US-Army. Eine Übung in Afghanistan endete 2013 in einem Unglück. Jetzt wurde ihr letztes Bild veröffentlicht.

Die Zeitschrift «Army's Military Review» veröffentlichte beeindruckende Bilder: Sie zeigen die letzte Sekunde der Kriegsfotografin Hilda Clayton (22). Die junge Soldatin war am 2. Juli 2013 in Afghanistan ums Leben gekommen, als bei einer Scharfschieß-Übung eine Granate am Boden explodierte. Genau in dem Moment hatte Clayton auf den Auslöser gedrückt.

Beim Unglück wurde auch ein afghanischer Fotojournalist tödlich verletzt. Clayton bildete den jungen Kriegsreporter aus. Von ihm stammt das zweite Bild, das die «Army's Military Review» nun publik machte. Auch er hatte den Augenblick fotografisch festgehalten, als der Mörser explodierte und ein Feuerball zwischen den Soldaten aufstieg.

Claytons Familie stimmte der Veröffentlichung der Bilder zu. «Sie ist bei dem gestorben, was sie liebte», schrieb Ehemann Chase Clayton auf Facebook. Auch Claytons ehemaliger Vorgesetzter Bill Benson lobte die Soldatin für ihren mutigen Einsatz: «Sie hat jede Möglichkeit wahrgenommen, unsere Geschichte mit ihren Bildern zu erzählen», hatte er laut «Spiegel» in einem offenen Brief kurz nach Claytons Tod geschrieben.

(L'essentiel/kle)

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