Streit um CDU-Vorsitz – Armin Laschet sorgt mit Aussagen für Verwirrung
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Streit um CDU-VorsitzArmin Laschet sorgt mit Aussagen für Verwirrung

Der Kanzlerkandidat gab auf einer Pressekonferenz zwar an, dass die Partei einen personellen Neuanfang brauche, ob er dafür aber abtritt, bleibt unklar.

CDU-Chef Armin Laschet könnte demnächst als Chef der CDU zurücktreten. Auf einer Pressekonferenz am Donnerstagabend kündigte er einen «personellen Neuanfang» der Partei an. Diese müsse die Wahl-Niederlage nun aufarbeiten und alles dafür tun, dass eine Jamaika-Koalition mit der FDP und den Grünen zustande komme. Ob Laschet dabei die Führung übernimmt, bleibt aber auch nach der Pressekonferenz unklar. «Es geht nicht um die Person Armin Laschet, es geht um das Land», sagte der 60-jährige amtierende Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen dazu.

Am Donnerstagnachmittag machte die Nachricht über einen möglichen Rücktritt Laschets in Berlin die Runde, nachdem Interna aus einer Schaltkonferenz mit der Bundestagsfraktion öffentlich wurden. Laschet soll dort zu seinen Kolleginnen und Kollegen gesagt haben: «Wenn es mit anderen Personen besser geht, dann gerne.» An der Pressekonferenz rund eine Stunde später vermied er es aber, seinen Rücktritt bekanntzugeben. Der Auftritt sorgt in Deutschland für Verwunderung. Die «Bild»-Zeitung sprach in ihrer Live-Berichterstattung von einer «absurden» Situation.

(L'essentiel/Patrick McEvily)

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