Finger im Po – Arsch-Akrobaten erheben den Zeigefinger
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Finger im PoArsch-Akrobaten erheben den Zeigefinger

Kunst kann so mächtig sein. Sie kann Regierungen zu Fall bringen, Gesellschaften umwälzen, Menschen verändern. Manchmal ist sie aber einfach nur für'n Arsch.

Brasilien ist für seine nackte «Kunst» bekannt. Neben der weltbekannten Copacabana samt braungebrannter, knackiger Körper wird jedes Jahr zum Beispiel auch die «Miss BumBum» auserkoren – also die Frau mit dem schönsten ... Po. Eine Theatergruppe trieb es auf einer Bühne in der Stadt Juazeiro do Norte jedoch zu weit. Der Auftritt der acht Künstler fand unter Ausschluss von Minderjährigen statt. Und was die anwesenden Erwachsenen zu sehen bekamen, löste bei manchen Bauchschmerzen aus.

Zuerst krochen die acht Aktionskünstler splitterfasernackt auf dem Boden und bildeten dabei einen Kreis. Das Gesäß des Vordermanns (oder der Vorderfrau) hatten sie dabei immer fest im Blick. Darauf folgte der Höhepunkt des Stücks: eine ausgiebige Untersuchung des Anus der Frontperson vorzunehmen. Dies wird mittels des Zeigefingers getätigt, welcher der anderen Person in den Hintern geschoben wird. Wie oben im Video zu sehen, geht fast kein Finger am Arsch vorbei. Dann springen die Künstler auf, stellen sich (den Finger immer noch im jeweiligen Hintern) in eine Reihe – und beginnen wie wild im Kreis zu laufen. Ganz große Kunst.

Sensibilisierung für neue Kunstkonzepte

Was war der Sinn der Sache? Die Menschen sollten für «neue» Arten von Kunst sensibilisiert werden. Ob das funktioniert hat bleibt fraglich. Unzweifelhaft waren nach dem Auftritt allerdings manche Körperteile der Künstler sensibilisiert.

In Brasilien stieß die Aufführung Manchem böse auf. Viele Besucher waren verstört über die Vorstellung, deren Zeuge sie da wurden. In der Kritik stehen aber nicht nur die Arsch-Künstler – auch die Regierung bekommt ihr Fett weg. Denn die künstlerische Darbietung wurde vom Staat subventioniert. Der Vorwurf: Den Künstlern wurde Steuergeld in den Hintern geschoben.

(bl/L'essentiel)

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