Nach Großbrand – Asbest-Entgiftung dauert zwei Wochen

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Nach GroßbrandAsbest-Entgiftung dauert zwei Wochen

LANDAU – Der Brand verursachte einen Millionenschaden, ganze Straßenzüge sind mit Asbest verseucht. Jetzt haben die Entgiftungs-Arbeiten rund um einen Holzhandel begonnen.

Ein Brand hat die Lagerhalle eines Holzhandels in Landau komplett zerstört. Die Behörden hoben die Warnung vor dem krebserregendem Asbest teilweise auf.

Ein Brand hat die Lagerhalle eines Holzhandels in Landau komplett zerstört. Die Behörden hoben die Warnung vor dem krebserregendem Asbest teilweise auf.

DPA/Stadt Landau in der Pfalz

Nach dem Brand in einem Landauer Holzhandel hat die Entgiftung der mit Asbest verseuchten Umgebung begonnen. Eine Spezialfirma sei mit dem Reinigen von Gebäuden, Straßen und Fahrzeugen beauftragt worden, sagte eine Sprecherin der Stadt am Montag. Die Entgiftung werde rund zwei Wochen dauern, einzelne Abschnitte könnten aber schon früher freigegeben werden. Zwei Betriebe könnten ihre Räumlichkeiten bereits wieder durch den Hintereingang betreten, hieß es.

Allerdings könne sich die Stadt nur um den öffentlichen Raum kümmern. Von dem Sperrgebiet in 200 Metern Umkreis um den Brandort sind auch 20 Unternehmen betroffen. Sie müssen sich selbst um die Entgiftung ihrer Gebäude kümmern. «Wir stehen in engem Kontakt», sagte die Sprecherin der Stadt.

Entwarnung für Umgebung

Bei dem Feuer war am vergangenen Donnerstag Asbeststaub aus dem Dach einer Lagerhalle freigesetzt worden. Ein Sperrgebiet wurde eingerichtet. Um ein Hochwirbeln des krebserregenden Asbests zu verhindern, berieselte die Feuerwehr das Gelände. Für die weitere Umgebung des Brandortes gab es Entwarnung. Wer auf seinem Grundstück Brandrückstände finde, könne sie bedenkenlos entsorgen, hieß es.

Die Entgiftungs-Arbeiten begannen bei einem Dialysezentrum. «Dann kann diese Einrichtung, die schwerkranke Patienten aus der gesamten Südpfalz behandelt, voraussichtlich am Mittwochmorgen ihre Arbeit wieder aufnehmen», sagte Oberbürgermeister Thomas Hirsch (CDU). Schritt für Schritt werde das gesamte Gelände entgiftet.

Schaden in Millionenhöhe

«Wir nutzen zunächst Industriestaubsauger, die 99,9 Prozent der Asbestrückstände bereits aufnehmen», sagte TÜV-Experte Jürgen Kupper. Danach werde ein Bindemittel aufgetragen, um die übrigen Asbestfasern zu verkleben. Damit der Asbeststaub in der Zwischenzeit nicht erneut aufgewirbelt wird, soll die Brandstelle Hirsch zufolge mit Planen abgedeckt werden.

Die Lagerhalle wurde bei dem Brand komplett zerstört, der Schaden wird auf mehrere Millionen Euro geschätzt. Die Ursache des Feuers ist der Polizei zufolge weiter unklar.

(L'essentiel/dpa)

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