Syrienkonflikt – Assad trifft sich geheim mit Putin

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SyrienkonfliktAssad trifft sich geheim mit Putin

Der syrische Regierungschef Baschar al-Assad hat Wladimir Putin in Moskau besucht. Seine erste Auslandreise seit Kriegsbeginn war im Vorfeld nicht angekündigt worden.

Putin gilt als wichtigster Unterstützer des syrischen Machthabers: Bashar al-Assad und Wladimir Putin im Kreml in Moskau. (Archivbild / 19.12.2006)

Putin gilt als wichtigster Unterstützer des syrischen Machthabers: Bashar al-Assad und Wladimir Putin im Kreml in Moskau. (Archivbild / 19.12.2006)

Mikhail Klimentyev

Der syrische Machthaber Baschar al-Assad ist erstmals seit Beginn des Bürgerkriegs in seinem Land 2011 ins Ausland gereist und hat in Moskau Russlands Präsidenten Wladimir Putin getroffen. Dass eine solche Reise geplant ist, war zuvor nicht bekannt gewesen.

Assad habe sich am Dienstagabend zu einem «Arbeitsbesuch» in Moskau aufgehalten, teilte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Mittwoch laut russischen Nachrichtenagenturen mit.

Dabei sei es um den «Kampf gegen terroristische, extremistische Gruppierungen» gegangen und um die russische Luftunterstützung für Vorstösse der syrischen Armee gegangen. Offen ließ er, ob Assad sich am Mittwoch noch in Moskau aufhielt.

Russland greift aktiv in Syrien ein

Putin gilt als wichtigster Unterstützer Assads. Russland hatte Ende September mit Luftangriffen aktiv in den syrischen Bürgerkrieg eingegriffen, um nach eigener Darstellung die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zurückzudrängen.

Die USA und andere westliche Staaten werfen Russland jedoch vor, vor allem vom Westen unterstützte lautigte Rebellen in dem Konflikt anzugreifen, um Assad zu stärken.

Der Konflikt in Syrien hatte im März 2011 zunächst mit friedlichen Protesten begonnen, sich jedoch rasch zu einem Bürgerkrieg ausgeweitet. Inzwischen sind zahlreiche Akteure in den Konflikt verwickelt, die Lage ist zunehmend unübersichtlich.

In dem Krieg wurden bereits mehr als 250.000 Menschen getötet, vier Millionen verließen nach UN-Angaben das Land, sieben Millionen wurden innerhalb der syrischen Grenzen vertrieben.

(L'essentiel/ij/sda/afp)

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