Krise im Nordirak – Asselborn fordert militärischen Hilfe

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Krise im NordirakAsselborn fordert militärischen Hilfe

LUXEMBURG - Jean Asselborn hat sich mit seinen EU-Amtskollegen über den Irak-Konflikt beraten. Er meint: Nur Militärhilfe kann die Terroristen stoppen.

Der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn hat in Brüssel mit seinen EU-Amtskollegen beraten.

Der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn hat in Brüssel mit seinen EU-Amtskollegen beraten.

«Wir können die Augen nicht schließen und warten, bis der Sturm vorbei ist.» Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn hat seine Kollegen beim Ratstreffen in Brüssel vor den Gefahren gewarnt, die von der Terror-Miliz IS ausgeht. Von den Dschihadisten ginge eine in dieser Region nie dagewesene Brutalität und Grausamkeit gegen Andersgläubige aus.

Asselborn befürchtet, dass die IS-Kämpfer, die derzeit im Nordirak und in Syrien aktiv sind, ihr Kampfgebiet ausweiten werden - deshalb sei die Terrororganisation auch ein ernstes Problem für die westlichen Länder. Die EU-Außenministertreffen hatten sich zuvor darauf geeinigt, die Flüchtlingen im Nordirak mit humanitärer Hilfe zu unterstützen. Luxemburg beteilige sich zudem im Rahmen der UN an den Hilfslieferungen, sagte Asselborn.

«Militärische Hilfe ist der einzige Weg»

Das ist für den luxemburgischen Politiker aber nicht genug - er fordert zudem militärische Hilfe. «Das ist der einzige Weg, den wir haben, um die Grausamkeiten zu stoppen», sagte Asselborn. Die EU-Länder, die dazu in der Lage seien, sollten handeln.

Der Außenminister setzt aber auch Hoffnungen in die irakische Politik: der designierte Premierminister Al-Abadi soll eine Regierung bilden, die alle ethnischen Gruppen im Irak einbindet.

(sen/L'essentiel)

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